Razzia in Muffendorf: Vier Festnahmen bei Razzia in Bad Godesberg

Razzia in Muffendorf : Vier Festnahmen bei Razzia in Bad Godesberg

Mit mehreren Kräften hat die Polizei am Mittwochmorgen die Flüchtlingsunterkunft an der Deutschherrenstraße in Muffendorf durchsucht. Ermittelt wird wegen einer möglichen Einbrecherbande.

Bei einer groß angelegten Razzia in der zentralen Unterbringungseinrichtung an der Deutschherrenstraße haben Einsatzkräfte der Bonner Polizei gestern vier Männer festgenommen. Wie die Pressestelle bekanntgab, soll es sich bei ihnen um Mitglieder einer Diebesbande handeln, die im dringenden Tatverdacht steht, für eine Vielzahl von Wohnungs- und Kraftfahrzeugeinbrüchen in der Region verantwortlich zu sein.

Mindestens 19 Straftaten werden den Männern sowie drei weiteren Verdächtigen zu Last gelegt. Einen von ihnen nahmen Ermittler parallel zu der Aktion in Bad Godesberg in einer Unterkunft in Wiehl bei Gummersbach fest. Die Durchsuchungen führten insgesamt 150 Polizisten bei Sonnenaufgang durch. Stoßstange an Stoßstange reihten sich an der Deutschherrenstraße gegen sieben Uhr die Einsatzfahrzeuge auf. Offenbar wussten die Ermittler genau, wen sie suchten. Keine Stunde später war alles vorbei. Mehrere Gegenstände, die vermutlich aus den Diebstahldelikten stammen, stellte die Polizei sicher.

„Wir gehen davon aus, dass die Bande noch für weitere Taten in Betracht kommt. Auch hierauf konzentrieren sich unsere weiteren, eng mit der Bonner Staatsanwaltschaft abgestimmten Ermittlungen“, sagte Mark Patrick Lück, Leiter der zuständigen Ermittlungsgruppe bei der Bonner Kriminalpolizei. Neben den 19 Diebstählen, die die Männer im Alter von 21 bis 45 Jahren in Bonn, Bornheim, Niederkassel und Köln begangen haben sollen, kämen noch weitere Taten im benachbarten Rheinland-Pfalz in Betracht.

Auf die Schliche war die Polizei den Männern, die nach ihren Angaben aus Albanien stammen, erst Anfang August gekommen. Wer den entscheidenden Hinweis gab, wollte die Kripo aus ermittlungstaktischen Gründen nicht verraten. Wie es mit den Festgenommenen weitergeht, war gestern noch nicht klar. Zwei weitere Männer befinden sich laut Polizei bereits in Abschiebehaft.

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