Verkehr Bonn: Gleise auf Südbrücke wegen Sanierung der Haltestelle Rheinaue gesperrt

Sanierung der Haltestelle Rheinaue : Stadtwerke Bonn sperren Gleise auf der Südbrücke

Die Sanierung der Haltestelle Rheinaue schreitet voran. Vor dem nächsten Rhein in Flammen sollen die Arbeiten beendet sein. Ab Montag gibt es erste Auswirkungen auf den Bahnverkehr.

Unterhalb der Konrad-Adenauer-Brücke liegen in einem abgesperrten Baustellenbereich die Pützer-Pilze. Die alte hellgrüne Bahnsteigüberdachung wurde nach dem Beginn der Arbeiten am 23. September abgebaut und wartet auf ihre Entsorgung. Gegenüber den zerlegten Pilzen wirbt ein buntes Plakat an einer Laterne für ein Querbeat-Konzert am 27. Juni 2020. Zwei Monate vorher soll die erneuerte Haltestelle Rheinaue wieder in Betrieb sein.

„Wir werden Ende April 2020 vor Rhein in Flammen fertig“, versichert Projektleiter Aydin Savas von der Verkehrssparte der Stadtwerke Bonn. Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, wird nun phasenweise rund um die Uhr gearbeitet. „Wir arbeiten unter Hochdruck, auch in Nachtschichten.“ Die vor vierzig Jahren anlässlich der Bundesgartenschau erbaute Haltestelle war in die Jahre gekommen. „Wir haben bei der routinemäßigen Überprüfung der Brücke 2012 abgeplatzten Beton und verrostete Eisen festgestellt“, erklärt Daniel Hechter, SWB-Bereichsleiter Fahrwege. Vor dem Abriss wurde zur Absicherung der Bauarbeiten der Fahrsteig eingehaust und die Kabel im Hohlbahnsteig gesichert.

Linienweg der 68 wird umgeleitet

In der bald beginnenden Phase des Wiederaufbaus müssen die Gleise zwischen Ramersdorf und Robert-Schumann-Platz wechselseitig für jeweils eine Woche gesperrt werden. Dann ist die Durchfahrt der Linien 66 und 68 nur in der Richtung möglich, an der nicht am Bahnsteig gebaut wird. In dieser Zeit können auch die Haltestellen zwischen Robert-Schumann-Platz und Universität Markt nur in eine Fahrtrichtung durch die Linie 66 bedient werden. Der Linienweg der 68 wird in diesen beiden Wochen nach Bad Godesberg umgeleitet. Die Haltestellen Robert-Schuman-Platz bis Ramersdorf können dann von der Linie 68 nicht angefahren werden.

Zunächst wird vom 11. bis 18. November der Bahnsteig in Fahrtrichtung Ramersdorf und in der darauf folgenden Woche der Bahnsteig in Fahrtrichtung Bonn gebaut. Die jeweils gesperrte Fahrtrichtung wird zwischen den Haltestellen Ramersdorf und Robert-Schuman-Platz durch einen Bahnersatzverkehr bedient – montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten können die Fahrgäste ihr Ziel mit einer längeren Fahrzeit über Bonn Hauptbahnhof und Ramersdorf erreichen. Samstags und sonntags wird es keinen Ersatzverkehr geben. An diesen Tagen sollten die Fahrgäste eine längere Fahrzeit einplanen.

Kameras werden montiert

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag hält in der Zeit von 1 Uhr bis 5 Uhr der Nachtbus N7 an den Haltestellen der Stadtbahn zwischen Olaf-Palme-Allee und Bonn Hauptbahnhof. In der finalen Phase wird die Überdachung der Zugangsrampe zum Haltepunkt auf die dafür vorgesehene Position aufgesetzt. Danach werden die Überdachungen für die Bahnsteige aufgestellt, Kameras, Informationsanzeiger und Lautsprecher montiert.

Der Nahverkehr Rheinland fördert die Überdachung an der Haltestelle Rheinaue (Kosten: 420.000 Euro) sowie die Einhausung der Fahrtreppe (Kosten: 425.000 Euro) mit 90 Prozent. Die Erneuerung des Haltepunktes (Kosten 1,185 Millionen Euro) wird voraussichtlich mit 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert.

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