Gewerkschaft Verdi klagt: Verkaufsoffene Sonntage in Bonn auf der Kippe

Gewerkschaft Verdi klagt : Verkaufsoffene Sonntage in Bonn auf der Kippe

Die verkaufsoffenen Sonntage anlässlich der Weihnachtsmärkte in der Bonner Innenstadt am 9. Dezember sowie in Bad Godesberg und im Stadtbezirk Hardtberg jeweils am 16. Dezember stehen auf der Kippe.

Die Stadt Bonn teilte am Freitag mit, sie werde dazu kurzfristig beim Verwaltungsgericht eine Stellungnahme abgeben und versuchen, das Gericht von der Rechtmäßigkeit der Genehmigung zu überzeugen. Die Gewerkschaft Verdi hat gegen die Ladenöffnung vor dem Verwaltungsgericht Köln geklagt. „Die Stadt ist zuversichtlich, dass dies gelingen wird.“, hieß es aus dem Stadthaus.

Zuversichtlich ist aber auch Britta Munkler, dass das Gericht der Verdi-Klage stattgeben wird. Die Vize-Geschäftsführerin des Verdibezirks Köln/Bonn/Leverkusen wirft der Stadt Bonn vor, die Genehmigung der Ladenöffnung nicht ausreichend begründet zu haben. Unter anderem seien die Verkaufsflächen größer als die Veranstaltungsflächen, was dem Ladenöffnungsgesetz widerspreche. Auch gebe es zu den Prognosen über die Besucherzahlen lediglich einen Hinweis auf die Presseberichterstattung über vergangene verkaufsoffene Sonntage in Bonn. „Diese Angaben stammen in der Regel vom Veranstalter selbst und sind deshalb anzuzweifeln“, erklärte Munkler.

Karina Kröber vom City-Marketingverein wartet noch auf ein Gespräch mit der Stadt. Sollte es vor allem an zu geringer Veranstaltungsfläche liegen, „werden wir in der City genügend Kreativität aufbringen, dieses Manko rechtzeitig zu beheben“ kündigte sie an.

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