Ippendorf: Vereinshaus ist Zentrum des Dorflebens

Ippendorf : Vereinshaus ist Zentrum des Dorflebens

Der Ortsausschuss und die Nutzer des Gebäudes haben am Sonntag beim Tag der offenen Tür den Besuchern vor Augen geführt, warum ihrer Meinung nach das Vereinshaus erhalten bleiben muss.

Rund 320.000 Euro, so heißt es, müsste die Stadt in die zum Vereinshaus umfunktionierte alte Ippendorfer Schule investieren – und das wären nur die Kosten für die Modernisierung der Brandschutzmaßnahmen. Darüber, ob man sich das leisten kann, soll in diesem Monat entschieden werden.

Es gab unter anderem Flötenmusik, ein Big-Band-Konzert und rheinische Krätzcher. Außerdem führten Cornelius, Camille, Tamara und Anna-Lena eine moderne Variante von Goethes Ballade „Der Erlkönig“ auf, und zwar als Gesellschaftssatire mit kritischem Blick etwa auf Sensationslust statt Hilfsbereitschaft. Die Nachwuchs-Schauspieler gehören der Theatergruppe Bühnenreif an, die an drei Tagen in der Woche im Vereinshaus übt. Die meisten Mitglieder kommen laut Leiterin Tanja Gottschalk aus Ippendorf und Venusberg, aber auch aus den umliegenden Orten, Anna-Lena aber sogar aus Köln. „Wenn das Haus zugemacht wird, haben wir ein Problem“, so Gottschalk.

„Das ist ein wichtiger Treffpunkt für uns“, sagte Dirk Bahrouz von den Ippendorfer Schützen. Und die Auslastung sei sehr gut, meinte die Ippendorfer Ortsausschussvorsitzende Barbara vom Dorp. „Mehr als 100 Leute nutzen das Vereinshaus regelmäßig.“ Vereine ohne eigene Unterkunft wie der Gehörlosen-Verein Einigkeit, musikalische Erziehung, der Vorkindergarten und nicht zuletzt der Ortsausschuss nutzen das Haus, und auf dem Platz davor finden lebhafte Feiern im Festzelt statt, etwa zu Karneval. „Man ist mit der Schule verbunden“, sagte Trude Melcher, die 28 Jahre lang an der Schule geputzt und gearbeitet hat.

Sie und Hedwig Simon, beide vom Damenkomitee Bekömmet üch net dröm, sind der Meinung: „Das muss man auf jeden Fall erhalten, für das ganze Dorfleben und für unsere Enkel und Urenkel.“

Die Ippendorfer wären auch bereit mit anzupacken. „Viele ortsansässige Handwerker haben zugesagt“, sagte Martin vom Dorp, von Beruf Elektriker. Seiner Ansicht nach müsste die Sanierung der notwendigen Maßnahmen nicht so teuer sein.