Schritt in Richtung Klimaneutralität: Universität Bonn stellt auf Ökostrom um

Schritt in Richtung Klimaneutralität : Universität Bonn stellt auf Ökostrom um

Die Universität Bonn stellt zum November auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen um. Damit möchte die Hochschule einen wesentlichen Schritt in Richtung Klimaneutralität gehen - denn der Strombedarf der Uni ist hoch.

Ab dem 1. November soll nur noch Strom aus ökologischen und erneuerbaren Energiequellen aus den Steckdosen der Universität Bonn fließen. Laut Universität werden künftig die beiden Stromlieferanten Stadtwerke Flensburg und Stadtwerke Bonn die Universitätsgebäude mit Strom versorgen. Der Strom der Stadtwerke Flensburg stamme zu 100 Prozent aus norwegischen Wasserkraftwerken. Die Stadtwerke Bonn beziehe ihren Strom aus regenerativen Energiequellen, also Sonnen-, Wind- und Wasserenergie.

„Damit sinkt der auf der Stromversorgung basierende Kohlendioxid-Ausstoß der Universität Bonn auf null“, erklärt Kanzler Holger Gottschalk. Das sei angesichts des erheblichen Strombedarfs von rund 55 Gigawattstunden pro Jahr ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung des CO2-Fußabdrucks der Universität.

Die Mehrkosten für die Umstellung beziffert Gottschalk auf rund 50.000 Euro pro Jahr. Doch das sei im Vergleich zu den Gesamtenergiekosten von 10,5 Millionen Euro pro Jahr ein überschaubarer Betrag. Die Universität Bonn betreibt rund 350 Gebäude in Bonn und Umgebung. Zu den größten universitären Stromverbrauchern gehört der Teilchenbeschleuniger ELSA des Physikalischen Instituts.

Auch Rektor Michael Hoch begrüßt die Maßnahme der Universitätsverwaltung: „Das ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Klimaneutralität unserer Universität.“ Das Rektorat habe außerdem eine Nachhaltigkeitsstrategie 2030 beschlossen, an der im kommenden Jahr intensiv gearbeitet werden soll.

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