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Kommentar zu Schäferhundattacke: Unfassbares Verhalten

Kommentar zu Schäferhundattacke : Unfassbares Verhalten

Für die junge Frau, die von einem Schäferhund attackiert wurde, ist es wohl nur ein kleiner Trost, wenn der Halter bald gefasst wird. Es wird noch lange dauern, bis ihre schweren Bissverletzungen im Gesicht verheilt sein werden.

Man wird ihr wohl auch später noch ansehen, welches Leid ihr am Donnerstagabend in Beuel zugefügt wurde. Natürlich hätte der Mann, nach dem nun gesucht wird, seinen Hund anleinen müssen. Auch wenn es sich um keine der Terrierarten handelt, für die in Nordrhein-Westfalen Maulkorbpflicht herrscht, hätte ein Beißschutz das Schlimmste sicherlich verhindert. Gar nicht zu verzeihen ist, dass der Unbekannte seinen Hund weder zurückpiff noch eingriff, als er die Frau anging. Warum auch immer. Er schaute zu, wie der Schäferhund die Frau mehrfach biss. Wie sie am Boden lag und schrie. Er rief niemanden um Hilfe, keinen Krankenwagen. Stattdessen drehte er sich um und verschwand. Unfassbar.

Es gibt Hoffnung, dass der Mann in der Nachbarschaft der Siegburger Straße und Pützchens Chaussee kein Unbekannter ist. Zumal er dort regelmäßig Gassi gehen könnte und ein schwarzer Schäferhund eher selten ist. Die Anwohner dort werden sicherlich die Augen offen halten.

Trotzdem wäre es nicht fair, nun alle Hundehalter an den Pranger zu stellen. Wenn Mensch und Tier insbesondere in der Stadt miteinander auskommen wollen, muss sich jeder an die Regeln halten. Die Hunde müssen angeleint werden. Wenn sie frei herumtollen sollen, stehen in Bonn fünf Freilaufflächen zur Verfügung. Ehrensache ist es auch, die Hinterlassenschaften in den Straßen aufzusammeln. Gegenseitige Rücksichtnahme ist das oberste Gebot.