Sicherheit rund um die Bonner Verwaltung: Unansehnliche Beete vor dem Stadthaus

Sicherheit rund um die Bonner Verwaltung : Unansehnliche Beete vor dem Stadthaus

Rund um die Verwaltung wurden Grünflächen aus Sicherheitsgründen gerodet. Wolf-Ulrich Krugmann ärgert sich über das Ergebnis und schlägt Verbesserungen vor.

Um das Areal rund um das Stadthaus sicherer zu machen, hat die Stadt die Grünflächen rund um das Gebäude Ende Februar zurückschneiden und teilweise roden lassen. Seitdem hat sich an den Grünanlagen nicht viel getan: Das Plateau an der Maxstraße wurde weder vom herumliegenden Müll gesäubert noch nachbearbeitet.

Was vorher ein einziges Gestrüpp war, ist auch nach den Grünarbeiten nicht gerade schön anzusehen: Baumstümpfe, kahle Erde, Sand und jede Menge Müll verunzieren den Aufgang zum Stadthaus an der Ecke Berliner Platz/Breite Straße. Darunter finden sich neben Bauschutt leere Flaschen, verrostete Kronkorken oder Scherben. GA-Leser Wolf-Ulrich Krugmann kritisiert den Schandfleck: „Der Weg wurde als Fußgängerzugang zum Stadthaus geplant, und es kommen täglich viele Bürger vorbei“, sagt er. Da sollte das Plateau doch ansprechend gestaltet sein. Stattdessen ziehe herumliegender Müll ja auch gerne weiteren Müll an. Es sehe nicht nach dem Zugang zu einer Behörde aus, sondern eher wie in einem Problembezirk.

Die Stadt will sich um das Plateau kümmern. „Die zurückgeschnittenen Büsche und Sträucher werden natürlich wieder wachsen und sollen regelmäßig gepflegt werden“, sagt Markus Schmitz vom Presseamt. Weil die gerodeten Brombeeren an vielen Stellen wiederkommen würden, müssten diese in den kommenden Jahren kontinuierlich beseitigt werden.

Krugmann kritisiert allerdings generell den Trend, Grünanlagen in der Stadt zu reduzieren. Er verstehe, dass es beim Stadthaus um die Sicherheit gehe. „Es muss aber doch möglich sein, das sanfter und sauberer umzusetzen“, sagt er. So wünsche er sich zum einen die Säuberung des Plateaus und zum anderen eine Nachbearbeitung. „Es gibt Pflanzen, die nicht in die Höhe wachsen und auch nicht über die Mauern hinauswuchern“, sagt er. "Die Pflanzen an Straßen sollen Feinstaub binden, das Klima regulieren und zugleich von der Optik her schön sein."

Zusätzlich müssten die Pflanzen sehr temperaturbeständig sein. Trotz dieser schwierigen Bedingungen sei eine sinnvolle Bepflanzung wichtig für das Stadtklima. Um die Fläche vor dem Stadthaus zukünftig ansehnlicher zu gestalten, schlägt Wolf-Ulrich Krugmann für die dauerhafte Pflege eine Art „Wohnbegleitgrün“ vor, ähnlich einer Beetpatenschaft.

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