V-Hotel auf dem Venusberg: Übernachtung mitten im Grünen - Drei Baumhäuser sollen folgen

V-Hotel auf dem Venusberg : Übernachtung mitten im Grünen - Drei Baumhäuser sollen folgen

Mitten im Grünen hat an Ostern ein neues Hotel am Haager Weg 44 auf dem Venusberg eröffnet, mit dem der Bonner Gastronom Harald Voit und seine Tochter Christina einen Spagat hinlegen wollen.

Die Herberge soll supermodern und trotzdem familiär-gemütlich sein. Und es sollen sich Natur und Kunst in origineller Art und Weise verbinden.

Das Kurzporträt: 42 Zimmer in einem dreistöckigen Gebäude, von 3000 Quadratmetern Wald umgeben, mit Bistro, Außenterrasse, Konferenz- und Frühstücksraum - und dem Standard "3 Sterne plus". Wer hier übernachtet, ist mitten in der Natur. Das ist auch nach den einjährigen Bauarbeiten so geblieben, auch wenn das Grün gelichtet und 30 Tonnen Material aus dem verwilderten Grundstück entfernt wurden.

Rund ums Haus wurden 40 Nistkästen aufgehängt. Als nächstes sollen drei Baumhäuser errichtet werden. In jedem Zimmer hängen Kunstwerke zum Verkauf. Der Kölner Bananensprayer Thomas Baumgärtel hat Wände mit seinen Früchten veredelt. Und manche der alten Graffiti, die Unbekannte während des Leerstandes sprühten, wurden erhalten.

"Das Hotel soll erkennbar anders sein als andere Häuser", sagt die gelernte Kunsthistorikerin Christina Voit, die den Betrieb leiten wird. Das Haus hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Früher nutzte es der Bund als Haus der Jugendarbeit, zog vor 14 Jahren aus und ließ das Objekt zur Ruine verkommen. Bis Voit vor zwei Jahren zufällig die Anzeige im Aushang eines Maklers sah und zugriff.

In Anlehnung an den Venusberg und den Familiennamen entstand die Bezeichnung: Das Haus heißt nun V-Hotel. Und für Voit schließt sich ein Kreis: Sein Ururgroßvater Jean Kessel eröffnete 1895 auf dem Venusberg das Ausflugslokal Casselsruhe. Heute steht hier das Dorint-Hotel.

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