Grundschul-Challenge im Basketball: Trainieren wie die Profis in Röttgen

Grundschul-Challenge im Basketball : Trainieren wie die Profis in Röttgen

Die Grundschul-Challenge im Basketball beginnt mit mehr Teams als je zuvor. Auftakt war am Montag in der Schlossbachschule in Röttgen.

Sie kommen noch nicht ansatzweise an den Korb heran, aber darum geht es auch nicht bei der Grundschul-Challenge im Basketball, die jetzt wieder startet. Den Auftakt zu dem gemeinsamen Projekt von Telekom, Stadt Bonn und Telekom Baskets machten diesmal die Schüler der Schlossbachschule in Röttgen bei einer Trainingsstunde mit drei Baskets-Profis.

Geübt wurde erst mal das Dribbeln, Werfen und Fangen – und perfekt musste das auch noch nicht sein. Projektleiter Olaf Stolz gab erst mal nur eine Regel aus. "Ihr dürft Bonni nicht an der Zunge oder am Schwanz ziehen." Denn die Baskets hatten ihr Vereinsmaskottchen mitgebracht, das sich in dem Gewusel der Siebenjährigen sichtlich wohl fühlte und alle Übungen mitmachte.

Auch die langen Kerls der Baskets schauten den kleinen Leuten nicht nur zu. Neuzugang Benni Lischka (2,04 Meter groß) kennt solche Aktionen auch aus Gießen, wo er vorher spielte und sagte: "Man muss frühzeitig anfangen, die Kinder beim Fußball abzuwerben." Er und seine Teamkameraden Kilian Binapfl (1,97 Meter) und Nationalspieler Joschi Saibou (1,88 Meter) schnappten sich auch gleich ein paar der Schülerbälle und machten die Spielformen mit. "Es ist toll, mit wie viel Begeisterung die Kids dabei sind", findet Lischka. "Ich bin froh, als neuer Teil des Teams dieses Projekt begleiten zu dürfen." Im Anschluss an das Training gab es noch eine Autogrammstunde und eine Fotosession mit den Schlossbachschülern.

Die Grundschul-Challenge gibt es seit 2017, und sie wird bei den Schulen immer beliebter. In diesem Jahr sind mit 41 Schulen so viele Anmeldungen eingegangen wie noch nie. Ganze 14 Schulen sind sogar zum ersten Mal dabei. "In der Trainingsphase besuchen wir jede Schule einmal", erklärte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich. Ziel des Projekts ist, die Kinder auf spielerische Art für Basketball zu begeistern. Auch die Lehrer profitieren: Sie erhalten neue Impulse für den Sportunterricht sowie einen basketballspezifischen Trainingsplan. Für die Schulen entstehen keine Kosten.

Projekt beginnt mit Trainigsphase

Das Projekt beginnt für die teilnehmenden Schulen mit einer Trainingsphase, später spielen sie in Zehnerteams um die Teilnahme am Finale der acht Besten. Nach den beiden erfolgreichen ersten Jahren entschlossen sich die Projektbeteiligten dazu, die Grundschul-Challenge um eine Liga zu erweitern, in der die Dritt- und Viertklässler spielen können. Durch diese Grundschul-Liga sollen noch mehr Schüler die Möglichkeit haben, an Basketball-Projekten teilzunehmen und sich zu verbessern. "Das Interesse steigt immer weiter", hat auch Stephan Althoff, Leiter Konzernsponsoring der Telekom, fest. "Deshalb haben wir mit allen beteiligten Projektpartnern gemeinsam beschlossen, eine Grundschul-Liga zu gründen." Mit beiden Projekten begleite man die Kinder dann durch ihre gesamte Grundschulzeit.

"Wir als Stadt finden die Challenge super, und auch, dass die Baskets das machen", sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der in Röttgen wohnt und zum Start extra vorbeischaute. Er hätte es eigentlich nicht weit zur Schlossbachschule gehabt. "Aber ich hatte schon Termine im Büro", erklärte er seine Anreise mit dem Auto. Das Projekt liegt auch ihm am Herzen. "Denn gerade in jungen Jahren wirken sich Sport und fairer Wettbewerb positiv auf die geistige und körperliche Entwicklung aus."

Überraschend beim Blick in die Sporthalle: Mit Johanna aus der zweiten Klasse hatte sich nur ein Mädchen angemeldet, alle anderen waren Jungen. In der vorigen Spielzeit, als die Schlossbachschule am Ende den dritten Platz belegte, seien mehr Mädchen im Team gewesen, berichtete Schulleiterin Jutta Schmitt-Kipper. "Da lag die Quote bei 50:50."

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