Koordinative Fähigkeiten fördern: Trainieren mit Ex-Fußballprofis in Tannenbusch

Koordinative Fähigkeiten fördern : Trainieren mit Ex-Fußballprofis in Tannenbusch

Die AOK-Grundschultour macht Halt an der Elsa-Brändström-Schule in Tannenbusch. Urkunden und Autogramme für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Schnell zogen sich die Kinder ihre Sportsachen an, kamen in die Halle gestürmt und setzten sich gespannt auf die Bank. Sie konnten ihre Aufregung kaum verbergen, als sie darauf warteten, dass die ehemaligen Bundesligaspieler Marcel Witeczek und Michael Klinkert das Fußballtraining beginnen würden. Die Elsa-Brändström-Grundschule in Tannenbusch ist die zweite von 40 Schulen im Rheinland, welche die beiden Ex-Profis im Rahmen der AOK-Grundschultour besuchen. Donnerstagvormittag trainierten Witeczek und Klinkert mit den Dritt- und Viertklässlern der Schule, um deren koordinative Fähigkeiten zu fördern und sie für den Sport zu begeistern. „Fußball als Nationalsport der Deutschen ist eine tolle Möglichkeit, die Kinder zur Bewegung zu animieren“, erläuterte Eckehard Manke, Vertreter der AOK Rheinland, die Idee der Grundschultour. Und tatsächlich, die Kinder der Elsa-Brändström-Schule ließen sich zur Bewegung animieren, auch wenn es teilweise einer gewissen Portion Konzentration und Disziplin bedurfte.

"Sport fördert Zusammenhalt"

„Die Kinder unserer Schule haben oft nicht die Möglichkeit, einem Sportverein beizutreten, spielen aber unheimlich gerne Fußball in den Pausen“, erklärte Schulleiterin Barbara Bößmann. „Wir haben uns für die Grundschultour beworben, damit die Kinder einmal sehen, was alles zu einem richtigen Fußballtraining gehört.“ An der Elsa-Brändström-Schule lernen Kinder mit und ohne Behinderung, Kinder mit Migrationshintergrund und Geflüchtete ohne Deutschkenntnisse gemeinsam. Diesen Zusammenhalt fördere Sport besonders. Am Donnerstag mussten sich die Kinder der dritten und vierten Klassen in drei Gruppen, die je eine Stunde trainieren durften, bei verschiedenen Übungen beweisen. Das Training begann mit koordinativen Laufübungen zum Aufwärmen. Anschließend reihten sie sich in einem Kreis um Marcel Witeczek herum auf. Der ehemalige Jugendnationalspieler warf ihnen nacheinander den Ball zu und rief ihnen dabei „Kopf“ oder „Hand“ zu.

Anschließend durften die Kinder Fußball spielen, ohne dass der Torwart das Recht hatte, den Ball in die Hand zu nehmen. Michael Klinkert musste die Schüler zwar hin und wieder lachend an diese Ausnahmeregel erinnern, aber davon abgesehen waren die Schüler mit großer Motivation dabei. Schließlich galt es, den Ball so fest wie möglich in Richtung eines Geschwindigkeitsmessgerätes zu schießen. Bevor es zurück in die Umkleide ging, erhielten die Kinder eine Urkunde und Autogrammkarten Klinkerts und Witeczeks. Nach dem Training waren sich Isra und Joseph aus der Klasse 3c einig: „Alles hat uns am besten gefallen, weil alles gut war!“ Nur die Übung, bei der man den Kopf und die Hand immer zu vertauschen drohte, war schwierig. „Da war ich ein bisschen durcheinander“, sagte Isra verlegen, die zwar noch nicht im Verein Fußball spielt, aber gerne eintreten würde.

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