Bonner Mathematikturnier 2016: Teamwork gefragt

Bonner Mathematikturnier 2016 : Teamwork gefragt

Ein stetiges Gemurmel erfüllte den Speisesaal der Mensa Nassestraße. Gut 300 Jugendliche aus 54 Schulen aus der Umgebung, aber auch aus Hannover, Wuppertal, Aachen und Frankfurt versuchten sich beim Bonner Mathematikturnier 2016.

Immer wieder hielt jemand einen Zettel mit der Tischnummer seines Teams hoch, wenn dieses wieder eine Aufgabe gelöst hatte. Nach zwei Wettbewerben standen die Teilnehmer des Einhard-Gymnasiums Aachen als Gewinner fest. Beste Bonner Schule war das Amos-Comenius-Gymnasium auf Platz vier.

Die Sieger des Vorjahres vom Bonner Beethovengymnasium kamen auf den siebten Platz. Die Aufgaben seien ein bisschen schwerer gewesen als im Vorjahr, meinte Ebrus Mayer (16), der als einziger Teilnehmer schon 2015 dabei war. Generell fand er aber: „Es war viel zu einfach.“ Seine Mitstreiter Kiara Schöberl und Tobias Hoffmann (beide 16), die wie Ebrus im Mathe-Leistungskurs sind, aber eine Jahrgangsstufe unter ihm, fanden die Aufgaben jedoch schon anspruchsvoll genug.

20 Aufgabe in einer Stunde

Toll an Mathematik sei, „dass man ein Problem mit Logik angehen kann“, sagte Kiara. Tobias fand besonders spannend, „dass alles miteinander zusammenhängt“. Mit der Geräuschkulisse im Saal hatten sie kein Problem. „Das kennt man ja aus dem Unterricht“, scherzte die Gymnasiastin.

Vormittags mussten sie die „Mathematische Staffel“ durchlaufen: Innerhalb einer Stunde galt es, so viele der 20 Aufgaben wie möglich zu meistern – alle hat noch niemand geschafft. Nachmittags ging es beim Wettbewerb „Sum of us“ um mathematische Forschung und strategisches Denken.

Während der Auswertung hörten die Teilnehmer dem 27-jährigen Grundschullehrer Michael Kaiser zu, der mathematische Lieder gedichtet hat, unter anderem eine Gedächtnisstütze für die Zahlen hinter dem Komma von Pi.

Parallelturnier in Belgien und den Niederlanden

Die Lehrer, die dabei waren, wohnten einer Fortbildung mit dem ehemaligen Mathelehrer Hartmut Müller-Sommer bei. Den Wettbewerb richtete das Hausdorff Center for Mathematics der Uni Bonn zum zweiten Mal in Eigenregie aus.

„Früher haben wir das in Kooperation mit der Uni Köln gemacht“, sagte Mitorganisatorin Astrid Slizewski. „Die ist aber abgesprungen, weil sie dafür keine Ressourcen mehr hatte.“ Parallel wurde das Turnier mit denselben Aufgaben auch in Belgien und den Niederlanden durchgeführt.

Die drei Gewinnerteams machen nun bald einen gemeinsamen Ausflug nach Koblenz, wo sie sich entspannt kennenlernen können.

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