Die neuesten Trends: Tag der Elektromobilität auf dem Bonner Münsterplatz

Die neuesten Trends : Tag der Elektromobilität auf dem Bonner Münsterplatz

Nachhaltig denken und umweltfreundlich handeln, so lautet das Motto der Initiative eStart. Bereits zum siebten Mal organisierten sie den Tag der Elektromobilität auf dem Bonner Münsterplatz.

Nachhaltig denken und umweltfreundlich handeln, so lautet das Motto der Initiative eStart. Bereits zum siebten Mal organisierten sie den Tag der Elektromobilität auf dem Bonner Münsterplatz. Nicht nur die neuesten Autos mit Elektroantrieb waren zu sehen, auch Ladestationen, Elektroroller, Streetscooter und Pedelecs wurden präsentiert. Kinder konnten sich bei einem Rundkurs für Mini-Elektroautos, die Großen in einen Segway-Parcours erfreuen.

„Bonn, das ist die Stadt der Nachhaltigkeit“, sagte Bürgermeister Reinhard Limbach in seinen Eröffnungsworten. Bis zum Jahr 2020 will die Stadt ihre CO2-Emissionen um 20 Prozent reduziert haben, kündigte er an. Bis 2020 soll der Anteil der Pkws mit Elektro- oder Hybridantrieb auf insgesamt zehn Prozent wachsen.

Limbach erwähnte auch, dass derzeit eine Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum aufgebaut werde. Noch bis Ende 2018 sollen 25 Ladesäulen mit 50 Anschlüssen errichtet werden, weitere sollen im kommenden Jahr folgen.

Die stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises, Silke Josten-Schneider, führte den Aufwind, den die Elektromobilität genommen habe, auch auf den Dieselskandal zurück. Fünf rein elektrisch betriebene Fahrzeuge und drei Plugin-Hybrid-Fahrzeuge seien derzeit im Fuhrpark des Rhein-Sieg-Kreises im Einsatz. In den nächsten drei Jahren ist der Austausch von mehr als 20 Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor vorgesehen. „Das entspricht dann der Hälfte des Fuhrparks des Kreises.“

Befragt, welches Fahrzeug von den auf dem Münsterplatz präsentierten sie sich aussuchen würden, antworteten Josten-Schneider und Limbach wie verabredet: „Den aus Süddeutschland, der mit P beginnt.“ Am Porsche-Stand war von den Vertretern zu erfahren, dass die Nachfrage nach ihren Hybridmodellen groß sei.

Inwieweit dies damit zusammenhängt, dass Porsche den Vertrieb von Dieselmodellen gestoppt habe, konnten oder wollten die Herren nicht beurteilen. Ein reines Elektrofahrzeug ist noch nicht im Programm.

Bei anderen Ausstellern wie Smart, Renault oder VW waren reine Elektrofahrzeuge vor Ort. Ein Vertreter vom Autohaus Thomas meinte, der Rückgang beim Verkauf von Dieselfahrzeugen sei spürbar. Aber auch bei VW ist die Nachfrage nach reinen Elektromodellen von Up und Golf vorhanden.

Verwunderlich, dass auch der ADFC präsent war. „Wir verkaufen zwar nichts“, sagt Satu Ulvi, „aber wir bieten Kurse für Pedelec-Fahrer an, deren Zahl im Straßenverkehr immer mehr zunimmt.“ Die Fahrradlobby schein damit eine Marktlücke gefunden zu haben.

Eine Marktlücke hat auch ein neuer Automobilhersteller entdeckt: die Firma e.Go aus Aachen. Sie stellte ein einfaches Elektroauto vor, das Ende dieses Jahres für circa 15.000 Euro zu haben sein wird.

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