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Rechte Hand des Oberbürgermeisters: Susanne König übernimmt Kulturamt in Bonn

Rechte Hand des Oberbürgermeisters : Susanne König übernimmt Kulturamt in Bonn

Susanne König folgt auf Hans-Jakob Heuser. Bisher war sie persönliche Referentin von Ashok Sridharan. Wer Martin Schumacher als Kultur- und Sportdezernent folgt, ist noch unklar.

Das ging flott: Kaum ist die Ausschreibungsfrist für den Leitungsposten im Kulturamt abgelaufen, schon hat sich die Stadtverwaltungsspitze entschieden. Amtsleiterin im politisch sensiblen Kulturbereich wird Susanne König, persönliche Referentin von Oberbürgermeister Ashok Sridharan. So steht es in einer vertraulichen Mitteilungsvorlage vom 18. Oktober, die dem GA vorliegt. Die Ausschreibung lief vom 14. bis 28. September.

König folgt auf Hans-Jakob Heuser, der nun als Leiter der neuen Geschäftsstelle Bonn/Berlin die Verhandlungen über einen Zusatzvertrag zum Berlin/Bonn-Gesetz koordinieren soll. Heuser hatte das Kulturamt zehn Jahre geleitet; die elf Mitarbeiter sind unter anderem für Belange des städtischen Theaters, des Kunstmuseums und der freien Szene zuständig.

Auf die Ausschreibung bewarben sich laut Stadt zwölf Interessenten. Fünf davon lud eine hochrangig besetzte Personalkommission zu Gesprächen ein. Dabei habe sich König als stärkste Kandidatin erwiesen, so die Mitteilungsvorlage. Dank ihrer „Führungs- und Managementkompetenzen“ sei sie geeignet, die „erforderliche Weiterentwicklung des Kulturamtes“ voranzutreiben. Einschlägige Erfahrungen in der Kulturverwaltung hat die 51-Jährige zwar nicht.

Die Verwaltung betont aber ihr Organisationstalent und ihre strategisch-konzeptionellen Fähigkeiten. König arbeitet seit fast 30 Jahren für die Stadt, unter anderem als Sachgebietsleiterin im Schulamt und Ausbildungsleiterin. Von 2008 bis 2012 war sie Verwaltungschefin im Kunstmuseum, danach Projektleiterin für die Umwandlung des Stadtreinigungsamtes in eine Anstalt öffentlichen Rechts (heute: Bonnorange). 2015 bereitete sie in einer Stabsstelle die Gründung der Beethoven Jubiläums GmbH vor; 2016 wurde sie Referentin des OB, wo sie seit Januar 2017 auch Vorgesetzte für die Bereiche Bürgerbüro, Ombudsstelle und Bürgerbeteiligung ist. Ob diese Stelle nun nachbesetzt wird, ist laut Presseamt noch nicht entschieden.

König wollte das laufende Verfahren auf Anfrage nicht kommentieren – der Personalrat habe wohl noch nicht zugestimmt. Das dürfte aber nur Formsache sein. Der Rat wird am 8. November nur über die Personalie informiert – ohne Mitspracherecht. Laut Stadt ist keine Beschlussvorlage nötig, weil es sich um eine „wertgleiche Umsetzung“ ohne Beförderung handele. König bleibt in der Besoldungsstufe A 15 (Grundgehalt 5000 bis 6350 Euro).

Unklar ist, wer ihr direkter Vorgesetzter wird. Kulturdezernent Martin Schumacher geht zum 1. Dezember. In den nächsten Wochen, heißt es, werde eine Personalberatung der Verwaltung ausgewählte Kandidaten präsentieren. Gewählt wird ein Dezernent vom Rat. So lange habe die Neubesetzung der Kulturamtsleitung nicht warten können, erklärte Stadtsprecherin Monika Hörig: „Im Hinblick auf anstehende Themen im Kulturbereich wären sonst zwei wichtige Führungspositionen im Dezernat über eine gewisse Zeit unbesetzt gewesen.“