Parkhaus in Bonn: Stützpfeiler im Stadthaus müssen saniert werden

Parkhaus in Bonn : Stützpfeiler im Stadthaus müssen saniert werden

Während laufender Bauarbeiten haben Gutachter festgestellt, dass die Stützpfeiler in der Stadthausgarage saniert werden müssen. Jetzt sollen die Pfeiler auf allen Etagen geprüft werden. Eine direkte Gefahr sehen die Gutachter laut Stadt nicht.

Stützpfeiler in der Stadthausgarage sind mit Chlorid belastet und müssen deshalb saniert werden. Das haben Gutachter während der laufenden Bauarbeiten der Stadtwerke auf dem ersten Parkdeck festgestellt, wie die Stadt auf Anfrage mitteilte. Chlorid befindet sich im Winter beispielsweise im Tausalz auf Straßen und in Eislösungsmitteln. Wenn es in Risse von Beton eindringt, kann es bei Stahlträgern und Bewehrungen Rostschäden verursachen und so die Bausubstanz angreifen.

Die Bonner City Parkraum GmbH betreibt das Parkdeck, das derzeit umgebaut wird. „Nach Einschätzung eines Statikers liegt keine akute Gefährdung des Tragwerks vor, auch bestehen keine gesundheitlichen Risiken“, teilte Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann auf Anfrage mit. Die SWB hätten das Städtische Gebäudemanagement über die Untersuchungsergebnisse informiert. Die Stadtwerke sanieren das Parkdeck mit öffentlichen Stellplätzen für die Betreiberin. Dadurch können Autofahrer derzeit nicht alle Parkflächen nutzen. Unter anderem sind Fugen im Laufe der Jahrzehnte so undicht geworden, dass regelmäßig Regenwasser in darunterliegende Teile des Stadtarchivs eindringt.

Stadt lässt eigenes Parkdeck untersuchen

Nun soll eine Analyse sämtlicher 150 Stützen auf diesem ersten Parkdeck erfolgen. Auf Anraten des zuständigen Ingenieurbüros will die Stadt auch die 150 Pfeiler auf der unteren Parkebene 2 unter die Lupe nehmen lassen, denn sie sei nach Ansicht der Fachleute den gleichen chemischen Belastungen ausgesetzt. Für diesen Teil der Parkgarage und die dortigen Mitarbeiterstellplätze ist die Stadt als Betreiber verantwortlich. „Das Städtische Gebäudemanagement wird in Absprache mit den Stadtwerken die Untersuchung aller Stützen auf P2 veranlassen und die erforderlichen Maßnahmen im Anschluss beauftragen“, so Hoffmann.

Wie umfassend der bevorstehende Eingriff und wie teuer er wird, kann die Stadt noch nicht absehen. „Sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen, wird die Stadtverwaltung informieren, ebenso wie über die notwendigen weitere Schritte berichten“, erklärte Hoffmann.