Verbot für Bude auf dem Weihnachtsmarkt: Streit um Bundesamt für Magische Wesen in Bonn

Verbot für Bude auf dem Weihnachtsmarkt : Streit um Bundesamt für Magische Wesen in Bonn

Der Imker Klaus Maresch bietet auf dem Bonner Weihnachtsmarkt Produkte seiner Fantasiebehörde "Bundesamt für Magische Wesen" an. Die Stadt erteilt ihm nun erneut eine Absage.

Es ist nicht der erste Streit zwischen der Stadt und dem Imker und Gründer der Satirebehörde „Bundesamt für Magische Wesen“, Klaus Maresch. Beide Seiten reagieren mittlerweile mit Unverständnis. Immer wieder geht es um Mareschs Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Erst waren es die Dildokerzen, die er im Angebot hatte, dann die Werbung für seine Fantasiebehörde, die er an der Bude außen anbrachte. Nun darf er zum zweiten Mal überhaupt nicht am Weihnachtsmarkt teilnehmen.

Die Stadt hat ihm erneut eine Absage erteilt. Darin steht, dass andere kunsthandwerkliche Stände „eine deutlich größere Anziehungskraft auf das Publikum ausüben“. Sein Standkonzept habe „sich weiter von der klassischen Honigproduktion entfernt“ hin zum Bundesamt für Magische Wesen.

Maresch kann die Begründung nicht nachvollziehen. Er verkauft seit 2001 Honig und Kerzen auf dem Weihnachtsmarkt. Vor wenigen Jahren kamen Produkte seines fiktiven Bundesamts dazu, darunter Fantasybücher.

Die Stadt erklärte auf Anfrage des General-Anzeigers am Dienstag: Jedes Jahr gebe es circa 500 Bewerbungen und nur 170 Standplätze. Zwei Drittel der Bewerber erhielten eine Absage. Auf dem Godesberger Markt darf Maresch trotzdem teilnehmen, sagt er. Dazu plant er jetzt einfach seinen eigenen Weihnachtsmarkt im Bundesamt für Magische Wesen. Die LED-Lichterketten hängen bereits.

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