Nach Brandalarm an Haltestelle Uni/Markt: Stadtwerke prüfen Hergang nach Großeinsatz in Bonn

Nach Brandalarm an Haltestelle Uni/Markt : Stadtwerke prüfen Hergang nach Großeinsatz in Bonn

Nach dem Großalarm an der Haltestelle Uni/Markt durch eine qualmende Bremse haben die Stadtwerke angekündigt, den genauen Hergang zu analysieren. Offenbar sei die Feuerwehr nicht von den Stadtwerken informiert worden.

Am Montag hat, wie berichtet, eine defekte Bremse an einem Stadtbahnwagen der Linie 66 zu einem Großeinsatz der Bonner Feuerwehr an der Haltestelle Uni/Markt gegen 13.45 Uhr geführt. Unklar war, wann es die erste Rauchentwicklung gegeben hatte. Eine Leserin des GA schilderte, ihre Tochter habe auf dem Weg in Richtung Innenstadt den Geruch der Bremsen schon an der Haltestelle Museum Koenig wahrgenommen und sei vorsorglich ausgestiegen.

Stadtwerke-Sprecherin Veronika John teilte am Mittwoch mit, dass sowohl der Fahrer der Bahn als auch ein entgegenkommender Fahrer den Rauch in der Nähe des Haltepunkts Museum Koenig bemerkten und der Leitstelle meldeten. Der Fahrer habe die Fahrgäste mit einer Durchsage informiert.

Die Leitstelle konnte einen Brand schnell ausschließen. Problem sei "festgefahrener Bremsbelag" gewesen. Ein Problem, das hin und wieder auftrete, obwohl die Bremsen regelmäßig geprüft würden, so John. Für solche Fälle, von denen keine Gefahr ausgehe, gebe es laut John ein klares Szenario, nach dem auch verfahren worden sei. "Der Fahrer hat auf langsame Fahrt umgestellt, dabei löst sich der Bremsbelag in der Regel", sagte John. Da das dieses Mal nicht funktionierte, habe er die Fahrgäste aussteigen lassen und die Bahn in den Betriebshof nach Dransdorf gesteuert. Die SWB wollen nun den Hergang noch einmal genau analysieren und schauen, ob der Ablauf angemessen erfolgte.

Die Bonner Feuerwehr sei nicht von den Stadtwerken über einen möglichen Brand, sondern offenbar von Fahrgästen informiert worden, sagte John. Die Brandschützer hängten den Einsatz im U-Bahn-Tunnel recht hoch auf und kamen mit 70 Mann. Ein Feuer konnten sie nach Angaben von Feuerwehrsprecher Frank Frenser schnell ausschließen. Für die nötige Entlüftung sorgten nachkommende Bahnen.