Stadthaus Bonn: Zukunft bleibt unklar - Neubau im Gespräch

Zukunft des Bonner Stadthauses : Sanierung oder Neubau

Wo ist in Bonn Platz für 1500 städtische Bedienstete, möglichst an einem gemeinsamen Ort? Sanierung oder Neubau? Wie hoch sind die Kosten? Auf eine Frage jedenfalls hat Bonns OB Ashok Sridharan eine Antwort: Das Bonner Stadthaus soll bleiben, wo es ist.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan hat sich am Dienstagnachmittag bei einer Personalversammlung zur Zukunft des Stadthauses geäußert. Pressesprecherin Monika Hörig bestätigte am Mittwoch, dass der OB einen Neubau der Verwaltungszentrale „auf der grünen Wiese“ ablehne. „Daher beschränkt sich die Möglichkeit auf die Sanierung des bestehenden Stadthauses oder den Abriss und Neubau an gleicher Stelle, da keine anderen, zentral gelegenen Grundstücke in ausreichender Größe vorhanden sind“, teilte Hörig mit.

Das 72 Meter hohe Bestandsgebäude am Berliner Platz wurde 1978 eingeweiht und ist bekanntermaßen in keinem guten Zustand mehr. Aus einem 2011 vorgelegten Gutachten ging seinerzeit eine Sanierung als Empfehlung hervor, geschätzte Kosten: 200 Millionen Euro.

Personalrat für einen Neubau

Sridharan erklärte bei der Versammlung im Sportpark Nord, dass er bald mit Ergebnissen einer weiteren Wirtschaftlichkeitsuntersuchung rechne. Voraussichtlich im März solle der Politik ein Maßnahmenplan als Entscheidungsgrundlage vorgelegt werden. Er könne sich nicht vorstellen, dass im Falle einer Turm-zu-Turm-Sanierung die Bauarbeiten im laufenden Betrieb erfolgen könnten, weil mehrjährige Belästigungen durch Lärm, Staub und Schmutz sowohl für Mitarbeiter wie Besucher unzumutbar wären.

Das hieße, bei beiden möglichen Vari­anten müssten die Mitarbeiter in anderen Büroräumen unterkommen. Hier sei, so Hörig, „auch eine vorübergehende Unterbringung außer­halb des Stadtzentrums möglich“. Auf Anfrage drängte Personalratschef Christoph Busch auf eine zügige Entscheidung. Busch sprach sich für einen Neubau „mit modernen Arbeitsbedingungen aus“.

Auch er meint: „Eine Sanierung im laufenden Betrieb wäre eine Zumutung für Mitarbeiter und Bürger.“ Zu entscheiden hat letztlich der Stadtrat. Die Verwaltung hatte die Unterbringung eines Teils der Belegschaft im Zurich-Gebäude an der Rabinstraße geprüft, das durch den Umzug der Versicherung nach Köln zur Verfügung gestanden hätte. Nach GA-Informationen war es zu teuer. Zu diesen Vertragsverhandlungen äußert sich die Stadt nicht öffentlich.

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