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Schwimmunterricht in Bonn: Stadt will neues Konzept für Schulen

Schwimmunterricht in Bonn : Stadt will neues Konzept für Schulen

Wie kann das Schulschwimmen in Bad Godesberg und im Bonner Norden organisiert werden, wenn es das Kurfürstenbad und das Frankenbad nicht mehr gibt und sich alles auf das neue Kombibad im Wasserland konzentriert?

Um diese Fragen ging es bei einer Podiumsdiskussion der Stadtschulpflegschaft, zu der am Montagabend im Clara-Schumann-Gymnasium rund 20 Elternvertreter kamen. „Wir aus Godesberg sind gekniffen“, sagte Elternvertreter Bernd Paschelke, auch weil einige Bad Godesberger Schulen derzeit kein Schulschwimmen anbieten (der GA berichtete). Auch Anja Niemeyer aus Buschdorf beklagte: „Wenn die Schulen künftig weitere Wege zu den Bädern haben, sinkt die effektive Schwimmzeit für die Schüler.“

„Es wird auch Schulen geben, die künftig einen kürzeren Weg zum Schulschwimmen haben“, gab Sportamtsleiter Stefan Günther zu bedenken. Für die Übergangszeit ohne Kurfürstenbad gelte: „Wir wollen Schulen, die jetzt die möglichen Alternativen abgelehnt haben, ein neues Angebot für das nächste Schuljahr machen.“ Allseitiger Wunsch der Zuhörer: Das Schulschwimmen müsse zukünftig besser organisiert und mit den Schulen besser abgestimmt werden.

Das will die Stadtverwaltung auch tun und dabei nach dem Motto verfahren: „Kurze Beine, kurze Wege“. Weiterführende Schulen könnten allerdings weitere Wege auf sich nehmen. Und: „Wir setzen alles daran, die Lehrschwimmbecken zu erhalten“, sagte Günther. Für die Feinplanung sei es aber noch zu früh.

Planer Hermann Ulrich erklärte das Nutzungskonzept des neuen Bades in Dottendorf, das den Schulen künftig bessere Möglichkeiten für den Unterricht biete. Dort könnten dann bis zu vier oder fünf Klassen parallel schwimmen gehen. Ansonsten glaubt er: „Bei der Verteilung des Schulschwimmens auf die verbleibenden Bäder wird man die bisherige Belegung infrage und auf Null stellen müssen.“ Nur so könne gewährleistet werden, dass das Schulschwimmen von den Entfernungen her optimiert werden könne.