Städtisches Verbot: Stadt will Füttern am Rheinauensee bestrafen

Städtisches Verbot : Stadt will Füttern am Rheinauensee bestrafen

Am Ufer des Rheinauensees machen ab sofort Schilder auf das Fütterungsverbot von Wasservögeln und Nutrias aufmerksam. Das stadtweite Verbot wurde bereits im Februar durch den Stadtrat beschlossen und war kurze Zeit danach, Anfang März, in Kraft getreten.

Enten und Schwäne füttern - das ist seit Anfang diesen Jahres am Rheinauensee untersagt. Nach einem entsprechenden Beschluss im Stadtrat vom Februar hat die Stadt nun Fütterungsverbotsschilder rund um den See aufgestellt. Laut einer Mitteilung der Stadt können Ratsbeschluss und die Aufstellung der Schilder unmittelbare Folgen für die Besucher der Rheinaue haben, wenn sie Wasservögel und Nutrias füttern.

Denn aufgrund des Fütterungsverbots können Bußgelder verhängt werden. Der städtische Ordnungsdienst soll während der täglichen Streifen darauf achten, ob das Verbot beachtet werde, so die Stadt weiter. Werden Wasservögel oder Nutrias entgegen des Beschlusses gefüttert, drohe ein Bußgeld von 25 Euro, wenn Passanten kleine Mengen Futter verteilt werden. Die Bußgelder fallen höher aus, wenn wiederholt gefüttert oder größere Futtermengen verteilt werden.

Die Stadt begründet die Maßnahme wie folgt: Die Wasservögel und Nutrias vermehren sich durch eine übermäßige Fütterung zu stark. Diese „Übervölkerung“ führt dazu, dass übermäßig viel Tierkot in das Wasser gelangt und nicht mehr natürlich abgebaut werden kann. Das kann zum „Umkippen“ von stehenden Gewässern führen. Gibt es dann zu wenig Sauerstoff im Sediment, können Bakterien Giftstoffe produzieren. Die Tiere verenden dann innerhalb kurzer Zeit wie im vergangenen Sommer in der Rheinaue. Für den See, dessen Zustand sich in den vergangenen Jahren stark verschlechtert hat, wird derzeit ein Sanierungskonzept erarbeitet.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Schilder am Rheinauensee aufgestellt, um die Bürgerinnen und Bürger über die negativen Folgen der Fütterung zu informieren. Die Hinweistafeln werden, laut der Stadt, nun durch die Verbotsschilder ersetzt. Darüber hinaus werden in den kommenden Tagen auch noch Schilder an den Eingängen des Rheinauenparks sowie im Godesberger Stadtpark, im Redoutenpark, im Grünzug Nord und am Rheinufer an der Mondorfer Fähre aufgestellt.

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