Sexuelle Belästigung durch Flüchtlinge in Bonn: Stadt weist Kritik im "Township"-Fall zurück

Sexuelle Belästigung durch Flüchtlinge in Bonn : Stadt weist Kritik im "Township"-Fall zurück

Nach den Vorfällen auf einer Party muss sich die Integrationsbeauftragte der Stadt öffentlich Kritik gefallen lassen. Die Stadt und der Oberbürgermeister unterstützen Coletta Manemann und weisen die Kritik zurück.

Die Vorfälle auf dem Partyschiff "Township" im November haben auch für die Integrationsbeauftragte der Stadt, Coletta Manemann, ein Nachspiel. Sie musste sich jetzt öffentlich Kritik gefallen lassen, weil sie kurz nach der Party von Vertretern der studentischen Flüchtlingsinitiative erfahren hatte, dass Flüchtlinge Frauen auf dem Schiff sexuell belästigt hatten, sie anschließend aber nichts unternommen habe. Die Polizei ermittelt inzwischen in dem Fall und hat bislang drei Anzeigen vorliegen.

Sridharan: "Frau Manemann macht eine hervorragende Arbeit"

Die Stadt erklärte am Dienstag: Es gebe keinen Anlass, Manemann falsches Verhalten im Zusammenhang mit den Vorkommnissen bei der privaten Party vorzuwerfen. OB Ashok Sridharan sagte außerdem: "Frau Manemann macht eine hervorragende Arbeit, die ich nicht durch unsinnige Vorwürfe beschädigen lasse. Sie hat nachvollziehbar nicht erkennen können, welche Dimension die Vorkommnisse bei der Party angenommen haben."