Neues Hallenbad im Wasserland: Stadt schätzt Kosten auf 16 Millionen Euro

Neues Hallenbad im Wasserland : Stadt schätzt Kosten auf 16 Millionen Euro

Der Bau eines neuen Schwimmbades neben dem Heizkraftwerk-Süd in Dottendorf würde in etwa so viel kosten wie die technische Sanierung des alten Frankenbades – rund 16 Millionen Euro. Diese erste Schätzung teilte die Stadt dem Sportausschuss mit.

Diese Neubaukosten inklusive Planungsmittel, aber ohne Gestaltung der Außenanlagen würden für ein reines Hallenbad anfallen, wahlweise mit einem 50-Meter-Becken oder zwei 25-Meter-Becken. Für ein separates Sprungbecken kämen 2,3 Millionen Euro hinzu, für ein Lehrschwimmbecken noch einmal 1,5 Millionen Euro, sagte Annette Boemer vom Städtischen Gebäudemanagement (SGB) in der jüngsten Sitzung.

Würde man ein Kombibad bauen, also mit Freibad, lägen die Kosten bei 20 bis 30 Millionen Euro. Eine präzise Berechnung der Kosten sei erst möglich, wenn die Wahl des Grundstücks klar sei, meinte Sportdezernent Martin Schumacher. Die SPD forderte, die Kosten einer Sanierung sowie die Rückbaukosten alter Bäder ebenfalls gegenzurechnen.

Die Stadt teilte derweil mit, dass seit 2010 insgesamt 4,7 Millionen Euro an Investitionen in die Bäder nicht abgerufen wurden. „Man hat den Eindruck, es hat System“, sagte Peter Kox (SPD). „Man sorgt hier durch aktives Nichtstun dafür, dass die Bäder auseinander fallen.“ Von Seiten der CDU, Grünen und FDP, die bisher keine Gelder bewilligten mit Hinweis auf ein fehlendes Bäderkonzept, kamen dazu keine Wortmeldungen.