Rußrindenkrankheit: Stadt Bonn lässt infizierte Bergahorne fällen

Rußrindenkrankheit : Stadt Bonn lässt infizierte Bergahorne fällen

Fünf Baumbestände im Stadtgebiet sind von der Rußrindenkrankheit befallen. So müssen zahlreiche Bergahorne gefällt werden. Der Pilz kann sich ausbreiten.

In der Stadt werden Fachfirmen ab diesem Dienstag eine Reihe von Bergahornen fällen. Die Bäume sind von der Rußrindenkrankheit befallen. Der aus Nord-amerika stammende und nach Europa eingewanderte Pilz ist hartnäckig und kann durch herumfliegende Sporen gesunde Bäume infizieren, die in der Nähe stehen.

Nach Auskunft der Verwaltung gehören die kranken Bäume zu fünf naturnahen Beständen im Stadtgebiet: Rechtsrheinisch nahe der Südbrücke zwischen Kreisverkehr und Rheinufer, in der linksrheinischen Rheinaue in der Nähe des Parkrestaurants, an der Böschung entlang der Siemensstraße in Dransdorf, am Vilicher Bach sowie in der Nähe der Gesamtschule Beuel an der B 56.

Hinzu kämen einzelne frei stehende Bäume in der Ringstraße in Beuel, am Biergarten Blauer Affe in der rechtsrheinischen Rheinaue und vier Bäume an der Josefshöhe. Im April hatte das Amt für Stadtgrün bereits 150 Notfällungen vornehmen lassen, insgesamt schätzte Amtsleiter Dieter Fuchs die Zahl der befallenen Bergahorne auf 400 bis 500 Stück.

Gefahr für allergische Reaktionen

Die Fällungen erfolgen nach Absprache mit dem bei der Landwirtschaftskammer NRW beheimateten Pflanzenschutzdienst. Wie die Stadt erklärte und Kammersprecher Bernhard Rüb bestätigte, ende der Krankheitsverlauf für die Bäume immer tödlich. In der Endstufe bestehe laut Stadt die Gefahr, dass Kronenteile abbrechen.

Die Pilzsporen könnten allergische Reaktionen bei Menschen auslösen. Beim Fällen haben die Arbeiter der Fachfirmen deswegen einen Mundschutz zu tragen. Spaziergänger seien nicht gefährdet. Nur wenn intensiv mit Holz gearbeitet wird, treten Sporen in einer gesundheitsschädlichen Menge aus.

Deshalb appelliert Rüb an Privatleute, befallene Bäume im eigenen Garten, die in der Regel keine Blätter mehr tragen und deren Rinde abplatzt, nicht eigenmächtig mit der Motorsäge zu fällen oder gar im Kamin zu verbrennen.

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