Entsorgung in Bonn: Sridharan will mit Köln wegen Klärschlamm sprechen

Entsorgung in Bonn : Sridharan will mit Köln wegen Klärschlamm sprechen

Die Verwaltung will bei der Entscheidung um die Klärschlammverbrennung einen Sachstandsbericht für die Sondersitzung am 24. Juni vorbereiten. Der Bürger Bund Bonn fordert eine ernsthafte Prüfung.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan will sich vom Umweltausschuss an diesem Mittwoch den Auftrag holen, Sondierungsgespräche mit dem Kooperationsverbund Rheinland für den Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage zu führen. Es soll darum gehen, den Sachstand der Planungen zu erfahren. Das betrifft, so geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, sowohl die Standortfrage als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen möglichen Beitritt der Stadt Bonn zu einer solchen Kooperation. Köln und weitere Kommunen planen, gemeinsam eine Großanlage zu errichten.

Die Verwaltung will die Ergebnisse des Gesprächs für eine Sondersitzung aufarbeiten, die der OB für den 24. Juni angesetzt hat. Wegen eines neuen Gesetzes muss die Klärschlammverbrennung zur Phosphorrückgewinnung neu aufgestellt werden. In Bonn sind neben der Kooperation ein eigener Ofen an der Müllverbrennungsanlage (MVA) in der Weststadt oder ein Neubau am Salierweg denkbar. Gegen den MVA-Standort regt sich Widerstand aus der Bevölkerung. Für den Bürger Bund Bonn teilte Marcel Schmitt mit: „Die Fraktion befürwortet, dass die Kooperationslösung noch vor der Sitzung des Rates auf ihre Realisierungschancen ernsthaft geprüft werden soll.“