SPD: Kein roter Filz im Stadthaus

SPD: Kein roter Filz im Stadthaus

Die CDU hat am Mittwoch Verständnis für die Haltung von Personaldezernent Wolfgang Fuchs (CDU) in der Causa Friedhelm Naujoks (SPD) geäußert.

Entgegen seiner Ankündigung in der CDU-Ratfraktion, er werde die Kündigung des Ex-Gebäudemanagers Naujoks vorschlagen, hatte Fuchs in der Ratssitzung am Dienstag auf ein hohes Prozessrisiko hingewiesen und erklärt, erst müsse Naujoks angehört und dann eine fristlose Kündigung geprüft werden.

"Herr Fuchs ist gut beraten, wenn er nach außen eine formale Haltung einnimmt, um nicht wegen Formfehler vom Arbeitsgericht abgewiesen zu werden", bemühte sich Vize-Fraktionschef Georg Fenninger um eine Erklärung für Fuchs, der in der eigenen Fraktion für Irritation gesorgt hatte. Fuchs selbst war gestern für den GA nicht zu erreichen.

Nach langer Debatte forderte der Rat die Verwaltung dann doch auf, Naujoks zu kündigen, was Fuchs allem Anschein nach wohl letztlich tun wird. Gegen Naujoks ermittelt die Staatsanwaltschaft im Zuge des WCCB-Skandals und wegen angeblicher Verstöße beim Kauf und Einbau von Legionellenanlagen in Schulen .

SPD-Parteichef Ernesto Harder widersprach gestern Vermutungen, Naujoks sei bisher von OB Jürgen Nimptsch (SPD) als Parteifreund geschont worden. "Es gibt keinen roten Filz im Stadthaus", sagte Harder. Nicht nur der OB, sondern auch CDU-Mann Fuchs habe auf das hohe Risiko verwiesen. "Wir wollen auch nicht mehr mit Friedhelm Naujoks zusammen arbeiten", sagte er, aber es müsse eine tragbare Lösung her.

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