Erweiterungsbau: Spatenstich am August-Macke-Haus

Erweiterungsbau : Spatenstich am August-Macke-Haus

Am heutigen Montag wurde der erste Spatenstich für den Erweiterungsanbau des August-Macke-Hauses in der Bornheimer Straße gesetzt. Damit beginnt ein neues Kapitel in der teils wenig ruhmreichen und wechselvollen Geschichte des einstigen Wohnhauses von August Macke.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte am Montag beim Spatenstich dazu: "Das August-Macke-Haus hat sich zu einem Juwel der rheinischen Museumslandschaft entwickelt". Gute Vorraussetzungen für eine Erweiterung. Denn das Haus ist mittlerweile weit über das Rheinland hinaus bekannt. Das liegt vor allem an Mackes Werk, das mittlerweile internationales Ansehen genießt.

Für den Bund war das Grund genug, den Ausbau des Museums zu unterstützen. Er übernimmt neben dem Land Nordrhein-Westfalen, der NRW-Stiftung, dem Landschaftsverband und der Sparkassen-Stiftung einen Großteil der Baukosten - die immerhin 6,5 Millionen Euro betragen. Das Werk des Malers kann so mit seinem Heimatort verbunden bleiben.

Anfang der 80er Jahre war das Schicksal des Macke-Hauses noch ungewiss. Es war heruntergekommen und die Stadt Bonn zeigte kein großes Interesse an dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Letztendlich wurde das Haus an einen Unternehmer verkauft, der es entkernen und in eine Gaststätte umwandeln wollte.

Engagierten Bürgern ist es heute zu verdanken, dass es nicht so gekommen ist. Sie konnten die Stadt Bonn davon überzeugen, das Gebäude zu kaufen - auch wenn dafür kein Pfennig aus dem Stadtsäckel begeisteuert wurde. Tatsächlich bezahlte das Land Nordrhein-Westfalen den Großteil, den Rest übernahm ein Sponsor.

Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten an August Mackes Atelier wurde das Haus 1991 als Museum eröffnet. Heute wird es vom Verein August Macke Haus und der Stiftung August Macke Haus der Sparkasse KölnBonn getragen. Das Museum widmet sich heute dem Leben und Wirken des Künstlers. Regelmäßige Wechselausstellungen zumeist expressionistischer Künstler aus dem Rheinland locken jährlich rund 20.000 Besucher.

Das Museum selbst verfügt über eine Sammlung von etwa 3800 Werken von Macke und 63 weiteren Künstlern. Daneben gibt es ein Archiv mit Fotografien und Dokumenten zum rheinischen Expressionismus.

Der Anbau ermöglicht dem Museum mehr Platz für Wechselausstellungen. Das Wohnhaus wird zu einem biografischen Museum umgestaltet. Dort stehen Leben und Wirken von August Macke im Mittelpunkt. Zum 130. Geburtstag des Künstlers - 2017 - soll der Neubau eröffnet werden.

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