Tausende Besucher: So war der letzte Flohmarkt in den Rheinauen

Tausende Besucher : So war der letzte Flohmarkt in den Rheinauen

Tausende Besucher haben den letzten Rheinauen-Flohmarkt des Jahres besucht. Die Stände reihten sich auf vier Kilometern aneinander.

Viele Besucher nutzten am Samstag bei schönem Wetter die letzte Gelegenheit dieses Jahres, in der Rheinaue auf große Schnäppchenjagd zu gehen. Mehr als 1100 Aussteller lockten beim Rheinauen-Flohmarkt mit teils kuriosen, raren und seltenen Waren. „April und Oktober sind bei den Händlern die beliebtesten Termine“, sagte Anja Ziegenspeck vom Veranstalter Melan. Nach anfänglich doch eher zurückhaltenden Anmeldungen sei am Morgen noch eine große Zahl spontan entschlossener Trödler gekommen, um verschiedenste Waren auf Tischen und Decken auszubreiten. Mancher Besucher erlebte nach der Schnäppchenjagd eine böse Überraschung: Das Ordnungsamt war den ganzen Tag im Dauereinsatz, falsch geparkte Fahrzeuge wurden rigoros abgeschleppt.

Mehr als vier Kilometer legte zurück, wer am Samstag an allen Ständen vorbeischlenderte. Auch was die Besucherzahl betrifft, waren die Veranstalter zufrieden. An den einzelnen Ständen wurde eifrig um Handtaschen, Schuhe, Bücher, Wohn-Accessoires und vieles mehr gefeilscht. Auch Musikfreunde kamen voll auf ihre Kosten und entdeckten eine enorm große Auswahl an Second-Hand-CDs, DVDs, Blu-Rays sowie Schallplatten.

Ebenfalls laut Veranstalter wieder im Aufwärtstrend: alte Möbel. Die gab es etwa bei Wolfgang Henschen, der an seinem Stand unter anderem einen Kleider- und ein alten Fabrikschrank aus Stahl aufgestellt hatte. Mit seiner Antiquitätensammlung ist Henschen jeden Monat beim Rheinauen-Flohmarkt vertreten. „Seit über 20 Jahren kommen wir hierher“, erzählte er. Henschen sammelt leidenschaftlich antike und außergewöhnliche Möbel und restauriert sie. „Für mich ist das ein großer Spaß“, sagte er. „Diese Saison war gut, das Wetter war meistens super, da macht das Laune. Wir sind sehr zufrieden.“ Ein positives Resümee zog auch Anja Ziegenspeck. „Im Gegensatz zum verregneten 2017, das für alle eine Katastrophe war, ist dieses Jahr alles gut verlaufen: Bis auf den März, als noch Schnee lag, hatten wir keine Totalausfälle.“

Tobias Schiefer ist seit sechs Jahren mit einem Stand Stammgast beim Rheinauen-Flohmarkt. „Der Markt ist sehr groß, dadurch kommen viele Kunden und man kann sich hier ausbreiten“, sagte er. Dass der Verkauf dieses Mal eher etwas schleppend lief, könnte seiner Ansicht nach auch an dem Termin mitten in der Ferienzeit gelegen haben. „Normalerweise ist es hier noch voller. Aber wir sind dennoch sehr zufrieden.“ Nachdem nun die Flohmarkt-Saison zu Ende ist, wird er den gesamten Bestand erst einmal in Kartons verpacken und bis März einlagern. „Wir haben bereits eine Standfläche für nächstes Jahr gebucht“, berichtete Schiefer. Im kommenden Jahr stehen von März bis Oktober wieder acht Termine an – immer am dritten Samstag im Monat. Mit einer Ausnahme: Wegen Ostern findet der Rheinauen-Flohmarkt im April bereits am zweiten Samstag des Monats statt.

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