Böen erschwerten Starts: So lief das 11. Ballonfestival in der Rheinaue

Böen erschwerten Starts : So lief das 11. Ballonfestival in der Rheinaue

Das elfte Ballonfestival hatte auf der Blumenwiese in der Bonner Rheinaue zunächst ohne Ballonfahrten begonnen. Erst Samstagabend konnte endlich gestartet werden.

„Glück ab und gut Land“ – das Motto der Ballonfahrer war beim internationalen Treffen am Pfingstwochenende auf der Blumenwiese in der Rheinaue zu hören. Zwar mussten die Starts am Freitagabend abgesagt werden, und auch am Samstagmorgen schien aufgrund der heftigen Böen und der starken Oberwinde keine Ballonfahrt möglich. Erst Samstagabend konnten Fahrten angesetzt werden. Denn Ballonführer sind komplett vom Wind abhängig, der Richtung und Geschwindigkeit bestimmt.

Heißluftballone sind lediglich über die Fahrthöhe steuerbar. Ideal sind am Boden schwache, in der Höhe gleichmäßig konstante Luftbewegungen. Deshalb werden die Starts in den frühen Morgenstunden oder am Abend terminiert, wenn die Thermik nachlässt. Mitunter ist es nicht einfach, einen geeigneten Landeplatz zu finden, den überdies auch der Begleiter am Boden, der die Ballonfahrt mit dem Auto für den Rücktransport verfolgt, leicht ansteuern kann.

„Da oben spürst du keinen Wind, denn Du ziehst ruhig mit den Lüften“, erklärt Andrea Willmann. „Deshalb fliegt ein Heißluftballon nicht, sondern fährt.“ Die Faszination am Ballonfahren komme mit der Zeit. „Zuerst ist es Neugier, beim zweiten Flug packt dich allmählich die Begeisterung und spätestens beim dritten Mal, lässt Dich das Ballonfahren nicht mehr los“, erzählt Andrea, die mit Burkhard Spanke nach Bonn gekommen ist. Beide sind seit vielen Jahren begeistert mit dabei.

„Ich habe aber nie wirklich daran gedacht, einen Ballon selbst zu fahren“, räumt Burkhard ein. Es gebe auch sonst genug Aufgaben, versichert sein Kollege Alexander. Beispielsweise fangen Neulinge als Verfolger am Boden an, sind ab und an mit im Korb und packen mit an. Vielen genüge dies. Michael Markovic wurde eher durch Zufall zum routinierten und passionierten Ballonfahrer. „Für mich bedeutet das Abschalten. Ich lebe momentan für den Ballon, gerade wenn es im Job stressig ist.“ Im Jahr kommt er auf rund 30 Fahrten mit dem Ballon. Ballonfahrt über Bonn

Achim Neumeister ist einer der Fallschirmspringer, die am Samstagabend aus einem der Ballone über der Rheinaue absprangen. Das Besondere sei, dass, anders als bei einem Sprung aus dem Flugzeug, die Stabilisierung in der Luft nicht direkt mit dem Absprung gegeben sei.

Das Ballonglühen nach Einbruch der Dunkelheit war wiederum für viele Besucher das Glanzlicht, wenn die Ballone sich nach der Abendfahrt noch einmal aufstellen, im Takt schaukeln und „Gas geben“, um den Nachthimmel zu erleuchten. Neben einem erweiterten gastronomischen Angebot gab es auch am Boden viele abwechslungsreiche Angebote für die ganze Familie.

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