SWB und Fastelovend: So bereiten sich die Stadtwerke Bonn auf Karneval vor

SWB und Fastelovend : So bereiten sich die Stadtwerke Bonn auf Karneval vor

Die Stadtwerke Bonn haben bereits im im Oktober mit den Vorbereitungen für den öffentlichen Nahverkehr während der Karnevalszeit begonnen. Für den Fahrplan ist ein Abstimmungsplan mit beteiligten Behörden notwendig.

Damit an den Karnevalstagen der öffentliche Nahverkehr nicht zusammenbricht, werden zahlreiche Bus- und Bahnlinien umgeleitet, Sonderfahrpläne geschrieben, Karnevalstickets angeboten, Strom ab- und wieder angeklemmt. Die Stadtwerke Bonn (SWB) bereiten sich jedes Jahr ab Oktober auf die tollen Tage vor. „Diesen Aufwand betreiben wir gerne, weil der Karneval genau wie wir zu Bonn gehört“, erklärte SWB-Geschäftsführerin Anja Wenmakers.

Das Engagement der SWB für den Fastelovend ist vielfältig und aufwendig. Einige Beispiele: Bereitstellung des Prinzenbusses samt Fahrer, Ausstattung der Wagenbegleiter mit einheitlichen Westen, Servicepersonal in Bus und Bahn an Weiberfastnacht und Rosenmontag, Ausrichtung eines Karnevalsempfangs im SWB-Haus, Bestückung der großen Karnevalssitzungen mit bunten Leuchtstäben und Angebot eines preisgünstigen Fahrtickets.

Karnevalsticket über die SWB-App

Auf Letzteres sind die SWB besonders stolz. „Unser Karnevalsticket gilt an allen fünf tollen Tagen und im gesamten VRS-Gebiet und kostet nur 24,54 Euro pro Person. Preiswerter kann man nicht mobil sein. Das Ticket ist die beste Versicherung für den Autoführerschein. Erhältlich ist es über unsere SWB-App und kann zum Beispiel über die Mobilfunkrechnung bezahlt werden“, sagte SWB-Pressesprecher Werner Schui.

In den mehr als 30 jecken Open-Air-Events sind Tausende Aktive auf den Beinen und Zehntausende applaudieren am Straßenrand. Lange bevor die ersten Kostüme genäht, die ersten Kamelle eingekauft werden, beginnt auch für die Mitarbeiter bei SWB Bus und Bahn die Vorarbeit für eine reibungslose Session. Sie sind verantwortlich für Einsatzplanung und Linienführung der Bonner Bus- und Bahnlinien während der heißen Phase des Straßenkarnevals.

"Jecke haben immer Vorfahrt"

Die Stadtwerke Bonn befolgen bei ihrem Handeln ein seit Jahrzehnten geltendes rheinisches Grundgesetz. Es lautet: Im Straßenkarneval haben die Jecken immer Vorfahrt.

Seit mehreren Jahren schöpfen die Stadtwerke beim Thema Streckenführung, Einsatzplanung und Logistik aus einem reichen Erfahrungsschatz. Die zuständigen Mitarbeiter der Betriebsplanung kennen die Aktiven in den Vereinen, wissen, welche Umleitungswege auch für die langen Gelenkbusse passierbar sind, und haben vor Augen, wo Baustellen die Zugwege und Linienführungen des Nahverkehrs zusätzlich einengen. Rein organisatorisch mündet diese Vorarbeit in rund 26 sogenannten „Betrieblichen Anordnungen“.

Diese detaillierten Ausarbeitungen dienen als Regieplan für Bus- und Bahnfahrer, Servicemitarbeiter, den Haltestellendienst sowie Dienstplangestalter und Disponenten der Stadtwerke. Bevor die Pläne veröffentlicht werden, mündet die Vorarbeit in einen Abstimmungsmarathon bei den zuständigen Behörden. Beteiligt und konsultiert werden die Straßenverkehrsbehörden in Bonn, Alfter und Bornheim. Dann äußern die Polizeidienststellen ihre Wünsche und gleichen die SWB-Pläne mit ihren Sicherheitskonzepten ab.

Aktuelle Informationen zum Nahverkehrsbetrieb an Fastelovend finden Sie hier: https://www.swb-busundbahn.de/nc/aktuelles.html

Mehr von GA BONN