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Großeinsatz in der Uniklinik: Sieben Verletzte nach Küchenbrand

Großeinsatz in der Uniklinik : Sieben Verletzte nach Küchenbrand

Zu einem Großeinsatz auf dem Gelände der Bonner Uniklinik musste die Bonner Feuerwehr am Dienstagvormittag ausrücken. Laut Einsatzleiter Jürgen Eck hatte es gegen 10.30 Uhr in der Küche eines mehrgeschossigen Wohnheimes, das neben der Neurologie liegt, gebrannt.

Sieben Personen, die sich in dem Wohnheim befanden, übergaben die Wehrleute dem Rettungsdienst. "Es besteht der Verdacht auf Rauchvergiftung", erklärte Eck. Die Zahl der Verletzten bestätigte eine Sprecherin der Klinik. Den Küchenbrand konnten die 60 Wehrleute in der Folge rasch löschen, eher größerer Schaden entstand.

Wenn ein Feuer in einem Krankenhaus ausbricht, ist das für Retter stets eine besondere Herausforderung. "Schließlich ist die Gefahr groß, dass bettlägerige Patienten gerettet werden müssen", erklärte Jürgen Eck. Von daher rückt die Feuerwehr in solchen Fällen vorsichtshalber mit einem größeren Aufgebot an. Wären unmittelbar medizinische Bereiche in der Uniklinik betroffen gewesen, "hätten wir zunächst versucht, die Patienten liegend in andere Bereiche zu transportieren", so Einsatzleiter Eck.

Glücklicherweise war das nicht nötig: "Es hatte nicht in einem Behandlungsbereich gebrannt, sondern in einem Mitarbeiterwohnheim, in dem auch eine Praxis untergebracht war", erklärte Eck. Dichter Rauch war aus den Fenstern im Erdgeschoss gedrungen, als die ersten Wehrleute eintrafen, so schilderte Feuerwehrsprecher Martin Haselbauer die Situation.

Quelle des Qualms war die dortige Küche, die in Flammen stand. Laut einer Sprecherin der Uniklinik war es die Küche einer Praxis der benachbarten Neurologie. Betroffen war aber nur ein Raum, zudem konnte das Feuer schnell gelöscht werden.

Zwar handelte es sich bei dem Wohnheim um kein unmittelbares Klinikgebäude. Doch auch hier stellte sich die Frage, ob die Bewohner evakuiert werden müssten. Die Feuerwehr macht das in der Regel nach Aussage von Eck davon abhängig, wie stark das Treppenhaus verraucht ist. Im Falle des Wohnheims sei "strukturiert geräumt worden", führte Eck aus.

Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz gegen 12 Uhr beendet. Auf den Klinikalltag habe das Ganze keinen Einfluss gehabt, führte eine Sprecherin aus. Die Ursache für den Brand ist noch unklar, die Kripo ermittelt jetzt wie üblich in solchen Fällen.

Kuriosität am Rande: Kurz nachdem die Feuerwehr weg war, gab es einen erneuten Alarm in der Uniklinik. Eine automatische Brandmeldeanlage hatte Alarm geschlagen, so Feuerwehr-Sprecher Martin Haselbauer. Wie sich rasch herausstellte: Es war ein Fehlalarm.