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Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium: Schüler sammelten für Ebola-Waisen

Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium : Schüler sammelten für Ebola-Waisen

Die Ebola-Epidemie hält die Welt weiter in Atem. "Allein in Sierra Leone gibt es derzeit rund 1000 Kinder, die durch die Pandemie zu Waisen geworden sind", sagt Martin Zielinski, Lehrer am Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium.

Seine Informationen bekommt der Pädagoge aus erster Hand: Bruder Lothar Wagner, einer seiner früheren Studenten an der Katholischen-Hochschule, arbeitet für die Don Bosco Mission in dem afrikanischen Land. Bereits im Sommer erzählte Wagner bei einem Deutschlandbesuch vom Leid der Menschen und vor allem der Kinder.

Das blieb nicht ohne Wirkung, Zielinski sprach mit seiner Menschenrechts-AG über das Thema. Schnell stand fest, dass die Schüler helfen wollen. Beim Tag der offenen Tür des Gymnasiums machten die Schüler die vielen Besucher auf das Problem aufmerksam.

"Von der Resonanz waren wir alle überwältigt", erzählte Zielinski. Mehr als 8200 Euro sammelte das Team innerhalb weniger Wochen. Beim Weihnachtskonzert der Schule ließen sich die rund 800 Besucher ebenfalls nicht zweimal bitten und spendeten für das Projekt.

10 000 Euro kamen so insgesamt für die Arbeit der Salesianer in Sierra Leone zusammen. Für Katharina Schründer von der Don Bosco Mission war deshalb gestern schon Bescherung. Denn sie nahm den 10 000-Euro-Scheck der EMA-Schüler entgegen und versprach: "Jeder Cent wird für die Arbeit vor Ort verwendet."