Studieren in Bonn: Sanierte Pop-Mensa heißt jetzt "Campo"

Studieren in Bonn : Sanierte Pop-Mensa heißt jetzt "Campo"

Ab dem 10. Oktober können im Campo, der sanierten Pop-Mensa, täglich bis zu 6000 Studenten essen. Die Entkernung und Sanierung des Gebäudes hat 21,3 Millionen Euro gekostet.

Es dauert nicht mehr lange, dann gibt es in der umgebauten Pop-Mensa wieder Essen. Die Studenten werden sich aber nicht nur an ein neues Konzept gewöhnen müssen, was ihnen aufgrund des großen Angebots nicht schwerfallen dürfte. Sondern vor allem an den neuen Namen: Campo. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich der durchsetzt. Auch wenn es in großen Buchstaben über dem Eingang steht.

„Campo steht für Campus Mensa Poppelsdorf“, sagt Robert Anders, Sprecher beim Studierendenwerk Bonn. Das habe zwei Bedeutungen, weil der Bau zum einen auf den ehemaligen Versuchsfeldern der Landwirtschaftlichen Fakultät steht und das lateinische Campus Feld bedeute.

Somit ist die grau-rote Mensa das erste Gebäude, das auf dem neuen Campus Poppelsdorf in Betrieb geht. Und zwar am Montag, 10. Oktober, erst einmal eine Woche lang als eine Art Testbetrieb, bei dem sich das Personal an die Abläufe gewöhnen will.

Die offizielle Eröffnung ist dann am Montag, 17. Oktober, um 11 Uhr mit Unirektor Michael Hoch und Bürgermeister Reinhard Limbach. Die Feldmensa an der Schubertstraße schließt bereits am Freitag, 30. September. Studenten müssen dann eine Woche lang in die Nassestraße ausweichen.

Testlauf hat lief fast komplett glatt

Die Entkernung der Mensa und der Neubau in dem Gerippe hat 21,3 Millionen Euro gekostet. Veranschlagt waren 20 Millionen – so viel, wie für die Sanierung des Bonner Münsters benötigt werden. Es gab an der Endenicher Allee eine Schadstoffsanierung, alle Etagen wurden neu aufgeteilt. Die Küchentechnik und die Essensausgabe sind neu, „viel breiter und flexibler“, sagt Anders. Auch energetisch sei das Gebäude auf dem neuesten Stand.

„Wir haben schon einen Testlauf gehabt“, sagt der Sprecher. Es gab Pizza, Pasta, Salat und Gemüse für die studentische Selbstverwaltung aus den Wohnheimen, Programmstudenten aus dem Ausland, Verwaltungsangehörige sowie drei Kitas. Zusammen waren das rund 400 Gäste. Fast alles lief glatt, so Anders. Man fand aber raus, dass auf dem Spülband nicht hochgestapelt werden darf.

1270 Sitzplätze

Der Eingang ist an alter Stelle, es gibt einen Aufgang mit Sitzgelegenheiten vom Campus aus. Im Parterre befindet sich dann ein ganztägig geöffnetes Café mit Außenterrasse. Zum Marktkonzept dort gehört nebenan das etwas exklusivere Essen – für alle, die ein bisschen mehr Zeit mitbringen. Serviert werden Pizza und selbst gemachte Nudeln aus der Manufaktur. Auch das bekannte Salat- und Gemüsebuffet kehrt dorthin zurück: für Vegetarier und Veganer.

Für die Eiligeren werden oben die täglich wechselnden Gerichte wie in einer klassischen Mensa angeboten, ebenfalls mit Salat und Gemüse vom Buffet. Laut Anders werden sich vor allem die Mathematiker wieder auf ihre Currywurst freuen, vielleicht auch auf die Schnitzelranch.

Campo hat 1270 Sitzplätze. An einem Tag können dort bis zu 6000 Studenten bedient werden.

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