S23 Bonn: Fahrgäste entreißen Mann Schreckschusswaffe

Vorfall in Bonn : Fahrgäste entreißen Mann Schreckschusswaffe in S23

In einer Bahn der Linie S23 haben Fahrgäste am Donnerstag einem 18-Jährigen eine Schreckschusswaffe entrissen, als dieser anfing das Magazin zu befüllen. Er soll sich zuvor lautstark mit seiner Ex-Freundin gestritten haben.

In der Bahnlinie S23 von Bonn nach Euskirchen ist es am Donnerstagnachmittag zu einem Vorfall mit einer Schreckschusswaffe gekommen. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, soll es sich um einen lautstarken Streit zwischen einem Mann und seiner Ex-Freundin gehandelt haben, bei dem der 18-Jährige nach Zeugenaussagen die Frau festgehalten und geschlagen haben soll.

Daraufhin hatten mehrere Fahrgäste den Zugführer informiert. Das wiederum bekam ein Polizeibeamter der Bonner Polizei, der in seiner Freizeit in ziviler Kleidung mit der Bahn unterwegs war, mit und eilte zu dem 18-Jährigen. Noch bevor er dort eintraf, sahen ein 26-Jähriger und ein 27-Jähriger, dass der junge Mann eine Waffe im Hosenbund stecken hatte. Als er dann ein Magazin in die Hand nahm und mit Patronen befüllte, griffen die beiden Männer, die sich nicht kannten, beherzt ein. Einer der Männer griff dem 18-Jähirgen an den Hals, der zweite entriss ihm die Waffe.

Der 18-Jährige flüchtete daraufhin in den hinteren Teil des Waggons, konnte dort aber schließlich von dem Polizisten überwältigt und festgenommen werden.

An der Haltestelle „Helmholtzstraße“ wurde der Mann dann aus dem Zug geführt und an Beamte der Duisdorfer Polizeiwache übergeben. Bei der Waffe handelte es sich nach Angaben der Polizei um eine Schreckschusswaffe, diese wurde sichergestellt. Es wurde Strafanzeige gegen den 18-Jährigen gestellt. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.

Der Zug der S23 stand nach Angaben der Polizei aufgrund des Vorfalls rund 25 Minuten im Bereich der Haltestelle „Helmholtzstraße“. Dies führt dazu, dass umliegende Schranken für längere Zeit unten blieben und der Überweg für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer versperrt blieb. Gerade im Bereich der Bahnhofstraße kam es deshalb zu größeren Verkehrsbehinderungen.

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