Kinderaaktion in Poppelsdorf: Rot-braune Bananen für jedes Kind

Kinderaaktion in Poppelsdorf : Rot-braune Bananen für jedes Kind

Nach der Ernte legten die Gärtner des Botanischen Gartens die Staude der Art „Musa sanguinea“ auf einen Tisch, um die rot-braunen Früchte abzutrennen und an die Kinder zu verteilen.

Am Mittwoch hat der Botanische Garten der Universität Bonn Kinder zur Bananenernte eingeladen. Zu Beginn begrüßte Markus Radscheit, der technische Leiter der Gärten, die jungen „Bananenforscher“ und machte ein kurzes Quiz zur Einführung: „Wachsen Bananen wie Radieschen unter der Erde? Wie Getreide auf dem Feld? Oder im tropischen Regenwald an einer Staude?“

Nach der richtigen Antwort ging es ins Tropenhaus. Etwa 50 Kinder und ihre Eltern standen zwischen tropischen Gewächsen und reckten ihre Köpfe nach oben, während Gärtnermeister Bernhard Reinken die Achse der Bananenstaude durchtrennte. Sein Kollege Simon Momper nahm die rund 30 Kilo schwere Staude vorsichtig entgegen. „Wir kultivieren unterschiedliche Bananensorten, die regelmäßig blühen und fruchten und besonders bei Kindern sehr großen Anklang finden“, erklärte Radscheit: „Und zweimal im Jahr können wir ernten.“

Nach der Ernte legten die Gärtner die Staude der Art „Musa sanguinea“ auf einen Tisch, um die rot-braunen Früchte abzutrennen und an die Kinder zu verteilen. Die besondere Bananenart werde bundesweit nur in wenigen Botanischen Gärten kultiviert und schmecke anders als die Bananen, die man im Supermarkt kaufe. „Wir ernten, sobald die Staude umkippen will“, erklärte Reinken. Trotzdem solle man die Früchte noch ein paar Tage zu Hause nachreifen lassen. Von der großen Staude mit rund 120 Früchten bekamen alle Kinder und auch viele Besucher eine Banane ab.

Im Anschluss gaben Eliane Furrer-Abrahamczyk und Svitlana Iakovenko den Kindern eine Führung durch die Botanischen Gärten. Die beiden Biologinnen der Grünen Schule legten den Fokus auf Pflanzen, für die sich die jungen Forscher am meisten interessierten wie etwa Vanille und Kakao.

„Wir bieten regelmäßig Führungen für allerhand Gruppen an. Doch bei Kindern ist die Neugier immer besonders groß“, so Furrer-Abrahamczyk.

So hörten die Jungen und Mädchen aufmerksam zu, als die beiden erklärten, dass die Vanille eine Orchidee ist. Oder, wie viele Arbeitsschritte nötig sind, bis man eine fertige Vanilleschote vor sich hat. Auch nach der Führung war das Tropenhaus für die Kinder noch offen zum Entdecken und Erforschen.