Bonn-Fest in der City: Riesen-Chor singt Ode an die Freude in Bonn

Bonn-Fest in der City : Riesen-Chor singt Ode an die Freude in Bonn

Am Sonntagabend stimmten große und kleine Besucher auf dem Platz vor dem Alten Rathaus Beethovens Ode an die Freude an. Die Besucher drängten sich in der Stadt.

Der Höhepunkt kam wie immer zum Schluss. Vor dem Rathaus wurden Zettel mit dem Liedtext von „Ode an die Freude“ von Beethoven verteilt. Das gemeinsame Singen der berühmten Komposition bildete wieder den Abschluss des Bonn-Festes.

„Meine Tochter singt mit“, sagte Birgit Fabritius stolz. Für sie sei der Chor einfach ein großartiges Gemeinschaftserlebnis. „Wir haben bestimmt zwei Monate intensiv dafür geprobt“, verriet Roderick Palamar. Der Schüler sang erstmals gemeinsam mit 100 weiteren Kindern und Jugendlichen mit. Um 19 Uhr war es soweit: Die Menschen stimmten das Lied an. Gänsehautfeeling pur vor dem Alten Rathaus.

Dort hatte Stunden zuvor Thomas Zimmermann, Inhaber der Tanzschule Lepehne-Herbst und designierter Karnevalsprinz, der Menge entgegengerufen: „Bonn, seid ihr bereit?“ Mit einer Break-Dance-Performance erweckten Tänzerinnen die Bühne zum Leben, und die Leute tanzten mit. Nicht nur auf dem Rathausplatz drängten sich die Besucher beim 21. Bonn-Fest.

Weingüter stellten sich vor

Alle Parkhäuser waren besetzt, und in den Bussen war kein Platz mehr frei. Das gute Wetter und das Programm mit ausschließlich Bonner Bands sorgten für Besucherströme. Ob es mehr als die 350 000 Besucher vom Jahr zuvor waren, wird das Ergebnis der Zählung zeigen. Auf jeden Fall steht für Maike Reinhard, Geschäftsführerin im Verein City Marketing, fest: Das neue Standkonzept auf dem Marktplatz hat für wunderbare Stimmung gesorgt.

Auch der verkaufsoffene Sonntag sei gut angenommen worden. „Bis auf wenige Fachgeschäfte haben alle Läden auf den Straßen und Plätzen des Bonn-Fests geöffnet“, so die Geschäftsführerin.

Neben einem spannenden Programm auf zwei Bühnen lockte die Friedrichstraße erstmals mit einer Weinmeile. Weingüter von Ahr, Mosel und Rhein boten Federweißen und Weine an. „Federweißer ist gerade am gefragtesten“, so Laura Schmitt vom Weingut Wallertheim aus Rheinhessen. Mit der Besucherzahl war sie nicht ganz zufrieden. „Ein paar Essensstände auf der Friedrichstraße würden dafür sorgen, dass sich die Leute ein bisschen länger aufhalten“, schlug sie fürs nächste Mal vor.

Frische Milch aus dem Automat - ob es das bald öfter gibt?

Auf dem Friedensplatz wurde Spannendes aus der Eifel angeboten – zum Beispiel ein Frischmilchautomat. „Viele junge Leute haben noch nie frische Milch probiert“, meinte Tim Micosatt, Mitarbeiter in einem der landwirtschaftlichen Betriebe, die den Automaten mit der Milch versorgten. „Wir wurden auch oft angesprochen, ob es den Automaten nicht dauerhaft in Bonn geben könnte“, so Micosatt. Die Milchbauern wären dafür aufgeschlossen.

Auf dem Münsterplatz genossen Klaus und Monika Josefiak die Sonne und lauschten der Band „B-Five“. „Wir mögen die Gemütlichkeit in Bonn“, so das Ehepaar. Die große zusammenhängende Fußgängerzone sei wirklich einmalig. Und auch Erika und Werner Schüller haben für die Stadt was übrig: „Wir mögen die historischen Gebäude, die dörfliche Stimmung und die Sternstraße - also weniger die Geschäfte als wirklich die Straße, die ist immer unverändert schön.“

Die entspannte Stimmung spürten auch die Einsatzkräfte vom Roten Kreuz. „Bisher hat noch niemand unsere Hilfe gebraucht“, so Rettungssanitäter Lukas Quiske.“