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Kommentar zum Haus der Sicherheit: Richtige Entscheidung

Kommentar zum Haus der Sicherheit : Richtige Entscheidung

Was sich schon länger abzeichnete, ist Wirklichkeit geworden: Das ehemalige Prestigeobjekt Haus der Sicherheit ist gescheitert, weil die Stadt auf der einen und die Deutsche Bahn auf der anderen Seite sich nicht auf ein Finanzierungsmodell einigen konnten.

Das ist zuallererst einmal eine mehr als bedauerliche Entwicklung. Nicht nur, dass Bonn mit einem Haus am Hauptbahnhof, in dem Ordnungsamt sowie Bundes- und Landespolizei gemeinsam untergebracht werden sollten, ein Vorreiter in Sachen Innere Sicherheit gewesen wäre.

Dies hätte ein großes Plus für die Stadt bedeutet.Vor allem aber hätten die Bürger von einem solchen Angebot profitiert. Durch kurze Wege, schnelle Ansprache und die Präsenz der Ordnungshüter rund um den Bahnhof und in der Innenstadt.

Bei näherem Hinsehen aber wird deutlich, dass das Projekt scheitern musste. Die von der Stadt angebotene Miete war für die Deutsche Bahn im Vergleich zu den Kosten für den Neubau zu niedrig. Die Verwaltung wiederum konnte den Vorschlag der Deutschen Bahn nicht annehmen, dass die Stadt als Hauptmieter die Baukosten refinanzieren sollte, ohne das Gebäude zu erwerben. Selbst bei vollen Kassen wäre es unverantwortlich gewesen, sich auf diesen Deal einzulassen und damit wertvolle Steuergelder zu verschwenden.

Welcher Mieter würde die Baukosten des Eigentümers über monatliche Zahlungen refinanzieren, um hinterher die ortsübliche Miete berappen zu dürfen? Keiner. Auch wenn Entscheidungen der Verwaltungsspitze gerne kritisiert werden: In diesem Fall haben der Oberbürgermeister und sein Team richtig entschieden.