Öffentliche Geldanlage: Ratsmehrheit fordert: Stadt soll sauber investieren

Öffentliche Geldanlage : Ratsmehrheit fordert: Stadt soll sauber investieren

Die Stadt Bonn hat zwar in erster Linie Schulden (1,75 Milliarden Euro), aber manchmal auch Geld anzulegen - etwa wenn es um Rücklagen geht. Bei diesen Anlageentscheidungen soll sich die Stadtverwaltung künftig zusätzlich an ethischen und ökologischen Grundsätzen orientieren. So hat es der Rat kürzlich auf Antrag der Linkspartei beschlossen.

Der Beschluss fiel mit 40 zu 39 Stimmen gegen den Willen von CDU, FDP, Alternative für Deutschland und Bürger Bund Bonn äußerst knapp aus. Wie stark die Verwaltung die Aspekte der "sauberen" Geldanlage berücksichtigt, bleibt ihr im Einzelfall bei jeder Investentscheidung überlassen. Sie muss dem Finanzausschuss allerdings jedes Jahr berichten, wie sie die Anlageziele umgesetzt hat, so der Ratsbeschluss.

Natürlich könne die Kommune die Rendite- und Risikogesichtspunkte nicht ausblenden, begründete Fraktionschef Michael Faber den Vorstoß der Linken: "Die Stadt soll aber auch nicht an Umweltzerstörung oder Kinderarbeit mitverdienen."