Poppelsdorfer Kirmes: Premiere für die "Paiasine"

Poppelsdorfer Kirmes : Premiere für die "Paiasine"

Erstmals wacht in Poppelsdorf eine Kirmesfrau über das Treiben zwischen den Karussells

So einen Paias hatte man bei der Poppelsdorfer Kirmes noch nicht gesehen: Lange Haare, Jeansrock, "I live Poppelsdorf"-T-Shirt und mit lackierten Fingernägeln präsentierte sich die "Paiadine". Das erste Mal wacht eine Kirmesfrau über das Treiben auf dem Poppelsdorfer Platz.

Die Idee kam von der SPD-Stadtverordneten Dörthe Ewald, die am Freitagabend nach dem Fassanstich die Paiasine vorstellte. Mit dabei waren auch Sebastian Scharte, Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes Poppeldorf/Südstadt, und der örtliche CDU-Vorsitzende Christian Steins - für die Gestaltung der Puppe hatte man spontan eine große Koalition gebildet. "Der Gedanke der Gleichberechtigung muss auch auf der Poppelsdorfer Kirmes Einzug halten", erklärte Scharte.

Es bleibt abzuwarten, wie die Kirmes unter den Augen einer Frau verläuft. Die Vorbereitungen hatten schon mal ihre Tücken: Weil der Schausteller, der das Kinderkarussell betreiben sollte, am Mittwoch spontan aus privaten Gründen absagte, fehlt das wichtigste Fahrgestell, außerdem die Musikbeschallung - die Schützen wollen laut Brudermeister Dieter Spilles die Gema-Gebühren dafür nicht bezahlen. Kurzfristig konnte man nur ein Mini-Karussell beschaffen.

Das Angebot am Sonntag - freie Fahrt für Kinder zwischen 13 und 14 Uhr gilt dennoch, allerdings dürfen auf das Mini-Karussell nur Kinder bis zwölf Jahren fahren. Für alle gibt es aber ein Gratis-Eisbällchen von der Eisdiele Granatella, eine kleine Portion Pommes Frites, Freigetränke sowie Süßigkeiten, die der aktuelle Schützenkönig Thomas Gammel verteilen wird.

Die Kirmes ist am Samstag von 11 bis 24 Uhr und am Sonntag nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr auf dem Platz geöffnet. Nach dem schlechten Verkauf im letzten Jahr haben sich die Schützen gegen den Verkauf von Kuchen am Nachmittag entschieden. Gegen 19 Uhr wird die Paiasine verurteilt.