Offene Tür im Bonner Hertz-Kolleg: Praxisnähe für die Generation Digital

Offene Tür im Bonner Hertz-Kolleg : Praxisnähe für die Generation Digital

Beim Tag der offenen Tür im Hertz-Kolleg steht unter anderem der Umgang mit Elektroautos auf dem Programm. Bei allem geht es um Praxisnähe.

Paul Peters ist erst dreizehn Jahre alt, aber er weiß ganz genau, was er will. „Ich will KFZ-Mechaniker werden. Wie mein Opa, der diesen Beruf 50 Jahre lang ausgeübt hat. Von ihm habe ich schon ganz viel lernen können“, sagt der Achtklässler beim Tag der offenen Tür am Heinrich-Hertz-Europa-Kolleg. Zurzeit schraubt Paul mit seinem Großvater an einem Mercedes 190, gebaut im Jahre 1984.

In der KFZ-Abteilung der insgesamt 3390 Schüler zählenden gewerblich-technischen Schule begegnet Paul auch der bereits begonnenen Zukunft des Automobils. Wie ein Tatort ist der Hochvolt-Bereich des weißen Toyota Hybrid mit einem rot-weißen Sicherheitsband abgesperrt.

Lehrer Alexander Nagel erklärt sechs Azubis aus dem zweiten und dritten Lehrjahr die Systemdiagnostik des Elektroautos. Marius Mast demonstriert, geschützt mit Sicherheitshandschuhen und Helm, wie man das E-Auto freischaltet. „Die Arbeit mit E-Autos ist bei Toyota schon längst Alltag“, sagt der Azubi im zweiten Lehrjahr.

„Praxisnähe ist uns besonders wichtig. Wir bieten in unseren Werkstätten, Laboren und EDV-Räumen eine praxisorientierte Ausbildung an, um gezielt auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorzubereiten“, betont Oberstudiendirektor Markus Klasmeier.

Als Europaschule bietet das Heinrich-Hertz-Kolleg auch Praktika und Austausch mit Partnerschulen in Frankreich, Spanien und England an. Zu den insgesamt sieben Fachbereichen gehören die besonders gefragten Bildungsgänge Informationstechnik und Gestaltungstechnik. David Schell von der Gesamtschule Troisdorf lässt sich umfassend über die verschiedenen Abschlüsse im Bereich Informationstechnik beraten.

„Spätestens seit meinem Praktikum bei der Stadt Troisdorf will ich unbedingt was mit Computern machen. Ich denke, damit kann man beruflich viel erreichen“, meint David. Computer, Screens, Scheinwerfer und Schnittplätze:

Das Klassenzimmer der Mediengestalter gleicht einem Studio für You Tuber. Auf einer großen Leinwand zeigen die Schüler ihren selbst produzierten Film über Dresscodes an Schulen, mit dem sie an einem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung teilnehmen.

Aaron, Marcel, Marie und Melanie zeigen ihre verschiedenen Plakattypen, die sie für den Kultfilm „In Time“ digital gestaltet haben. Besucher Tim Herrmann ist beeindruckt. „Genau mein Ding. Kann mir gut vorstellen, mich hier anzumelden“, sagt der 15-jährige Schüler des Siebengebirgsgymnasiums in Bad Honnef.

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