Bonn leuchtet und Streetfood Festival: Positive Bilanz nach verkaufsoffenem Sonntag

Bonn leuchtet und Streetfood Festival : Positive Bilanz nach verkaufsoffenem Sonntag

"Bonn leuchtet" spricht in diesem Jahr rundum alle Sinne an. Neben den bunt beleuchteten Bauwerken wird den Besuchern ein musikalisches und kulinarisches Spektakel geboten. Am Sonntag hatten die Geschäfte geöffnet.

„Bonn leuchtet“, die Aktion von City-Marketing, sprach am Wochenende rundum alle Sinne an. Neben illuminierten Bauwerken in der Innenstadt wurde den Besuchern ein musikalisches und kulinarisches Spektakel geboten.

Altes Rathaus, Universität, Beet-hovenhaus, Sterntor und viele weitere Gebäude in der Bonner Innenstadt waren ab Freitagabend in Farbe getaucht. Grüne, rote, blaue, gelbe und pinke Scheinwerfer erleuchteten die Bauwerke und boten eine einzigartige Kulisse für einen Einkaufsbummel, den Besuch des Streetfood Festivals oder des Euromarché, eines Markts für europäische Spezialitäten.

Die Lichteffekte, komponiert von Wolfgang Flammersfeld, zogen unter anderem zahlreiche Hobbyfotografen in die Stadt. Besucherin Monika van Engelshoven hatte ihre Spiegelreflexkamera dabei. Die angestrahlten Gebäude seien tolle Objekte, um Kameraeinstellungen zu üben. „Es ist nur ein bisschen schade, dass die Objekte so zugestellt sind mit den Streetfood-Wagen“, bedauerte sie. Ihre Bekannte Yvette Schwarz meinte, im vergangenen Jahr seien mehr Gebäude angestrahlt gewesen. Das Münster wurde aufgrund technischer Probleme nicht erleuchtet. Die Oper, die die Beleuchtung selbst organisiert, konnte in diesem Jahr aus zeitlichen Gründen nicht teilnehmen. „Aber es ist schön, dass heute Abend so viel Leben in der Stadt ist“, sagte Schwarz.

Streetfood Festival

Auch Maike Reinhardt, Geschäftsführerin von City-Marketing, war rundum zufrieden. „Noch lange nach Ladenschluss war die Innenstadt rappelvoll“, freute sie sich. Doch für die Zukunft würde sie sich über mehr Unterstützung freuen. „Viele Händler haben von der Veranstaltung profitiert. Es wäre schön, wenn wir sie mit ins Boot holen könnten.“

Auf dem Münster-, Markt- und Friedensplatz dehnten sich das Streetfood Festival mit Leckereien aus aller Welt und der Euromarché mit europäischen Spezialitäten aus. Besucher Werner Kolb fand es eine gelungene Kombination: „Das kann man gerne öfter mal so machen.“ Seine Frau Dorothea vermisste ein wenig das internationale Streetfood-Flair. „Wir haben schon einige Orte der Welt bereist. Dieses Festival ist leider nicht zu vergleichen mit dem Flair auf den Straßen anderer Länder.“ Sie hätte sich gewünscht, mehr vom Kochen vor Ort sehen zu können. „Da mussten wir ein bisschen suchen.“ Dennoch habe sich der Besuch des Festivals gelohnt.

Die Bonner Brassband „Druckluft“ sorgte mit Konfettikanonen und beliebten Klassikern wie einem Brings-Medley für Tanzstimmung vor dem alten Rathaus. Die Band besteht bereits seit der Schulzeit der Mitglieder am Beueler Kardinal-Frings-Gymnasium. Die 14 Musiker zwischen 18 und 25 Jahren absolvieren rund 220 Auftritte im Jahr. „So etwas wie heute Abend haben wir aber noch nie gemacht“, sagte Posaunist Flo. Die Band tritt hauptsächlich während der Karnevalssession auf. „Es ist eine tolle Chance, sich auch einem anderen Publikum bekannt zu machen“, fügte der 22-Jährige hinzu.

Die Händler waren mit dem verkaufsoffenen Sonntag zufrieden: „Wir sind im Vergleich nicht ganz an einen Samstag rangekommen, aber wir hatten höhere Umsätze als an einem Werktag“, sagte Alfred Westenhöfer, Inhaber des Spielwarengeschäfts Puppenkönig. Sinn-Geschäftsleiter Erich Beyersdorff blickte ebenfalls auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. „Der Brückentag und die große Veranstaltung haben es lohnenswert gemacht.“ Erste Weihnachtsgeschenke seien jedoch noch nicht über den Ladentisch gegangen.

Mehr von GA BONN