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Kriminalpräventiver Rat: Polizei: Weniger Einbrüche in Meckenheim

Kriminalpräventiver Rat : Polizei: Weniger Einbrüche in Meckenheim

Die Zahlen der Einbruchsdiebstähle in Meckenheim sind im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das hat die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa in der jüngsten Sitzung der Lenkungsgruppe des Kriminalpräventiven Rates (KPR) mitgeteilt.

Im Jahr 2012 war die Zahl der Einbrüche in Meckenheim um 121,5 Prozent gestiegen - von 107 auf 237 Fälle, wie die Polizei in ihrer Kriminalitätsstatistik 2012 im März dieses Jahre veröffentlicht hatte.

Polizeisprecherin Daniela Lindemann sagte auf Nachfrage, es könnten für 2013 noch keine konkreten Zahlen genannt werden. Nur so viel: Die Polizei habe 2013 eine Beruhigung der Fallzahlen in Meckenheim erreichen können, was die Behörde auch auf mehrere Festnahmen von mutmaßlichen Tätern im Laufe des Jahres zurückführt. Zusätzlich scheitere mittlerweile, auf das gesamte Zuständigkeitsgebiet der Bonner Polizei bezogen, nahezu jeder zweite Einbruchsversuch.

Das sehen die Beamten in gut gesicherten Türen und Fenstern sowie aufmerksamen Zeugen begründet. "Wir bekommen auch immer mehr Hinweise zu verdächtigen Wahrnehmungen", sagt Lindemann und ermutigt die Bürger, weiterhin mögliche Ausspähversuche zu melden, wenn Nachbarn etwa fremde Autos oder Personen bemerken, die sich auffällig verhalten. "Es entstehen auch niemandem Kosten oder ein Nachteil, wenn sich eine Beobachtung als harmlos herausstellt", erläutert sie: "Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die 110 wählen."

Auch die Informationspolitik der Polizei kam noch einmal in der nicht öffentlichen Sitzung der 17-köpfigen Lenkungsgruppe des KPR, der unter anderem Bürgermeister Bert Spilles, Vertreter der Fraktionen, des Meckenheimer Verbunds, des Polizeipräsidiums sowie Schulleiter und Pfarrer angehören, zur Sprache. Die Mitglieder äußerten nach Angaben der Stadt den Wunsch, regelmäßig und zeitnah über Einbruchszahlen informiert zu werden.

Die Polizeipräsidentin sagte, dass sie sehr großen Wert auf Transparenz lege, ein Vergleich von reinen absoluten Zahlen ohne Referenzzeiträume und ohne Berücksichtigung jahreszeitlicher Effekte aber nicht sehr aussagekräftig sei. Auch Polizeisprecherin Lindemann betonte im Gespräch mit dem GA noch einmal, dass die Polizei auf Transparenz setze und die Öffentlichkeit suche, um über die Einbruchssituation zu informieren: "Die Presse ist dabei eine der essenziellen Säulen, gerade was die Präventionsarbeit angeht."

Ebenfalls Thema im KPR war die im Juni geschlossene Ordnungspartnerschaft der Polizei und der Stadt, bei der es vor allem darum geht, Präsenz zu zeigen. So gibt es zusätzlich zu den Streifen des Ordnungsaußendienstes einmal die Woche eine gemeinsame Streife von Polizei und Ordnungsamt. Spilles sagte, die Partnerschaft sei bei den Bürgern sehr positiv aufgenommen worden und erhöhe das subjektive Sicherheitsempfinden erheblich.

Des Weiteren berichteten die verschiedenen Arbeitskreise des Kriminalpräventiven Rates von ihren Vorhaben. So plant der Arbeitskreis "Jugend" einen Runden Tisch, der sich Anfang des kommenden Jahres mit den "Spielregeln" für ein gemeinschaftliches Miteinander am Schulcampus außerhalb des Schulbetriebs auseinandersetzen soll.