Bauzusage für neues Restaurant: Pavillon in der Bonner Rheinaue wird umgebaut

Bauzusage für neues Restaurant : Pavillon in der Bonner Rheinaue wird umgebaut

Nach jahrelangem Stillstand kommt nun offenbar Bewegung in den geplanten Umbau des Pavillons in der Rheinaue. Gastronom Dirk Dötsch muss der Stadt die Prüfstatik für seine Umbaupläne vorlegen.

Wie im Dornröschenschlaf liegt nach wie vor der Rheinland-Pfalz-Pavillon auf dem Hügel nahe dem Bötchensee. Im Zuge der Bundesgartenschau hatte das Land Rheinland-Pfalz das Gebäude als Weinpavillon errichten und daneben einen Weinberg anlegen lassen. Dirk Dötsch, Pächter des Restaurants Rheinaue, bemüht sich seit Jahren um eine Genehmigung für den Umbau und die Wiederbelebung des denkmalgeschützten Pavillons. Jetzt kommt offenbar Bewegung in die Sache.

„Der Ball liegt jetzt wieder bei uns“, sagte Dötsch dem General-Anzeiger. Er habe mittlerweile die Zusicherung der Stadt Bonn, den Pavillon sanieren und die geplanten Erweiterungsbauten errichten zu dürfen, wenn eine entsprechende Prüfstatik auf dem Tisch liege und diese seine Planungen zulasse. „Die Prüfstatik habe ich inzwischen in Auftrag gegeben“, sagte Dötsch. Die Stadt bestätigte die Zusicherung der Baugenehmigung. Sie werde erteilt, sobald alle bautechnischen Nachweise vorlägen. Technische Umplanungen bei der Lüftungsanlage waren laut Dötsch einer der Hauptgründe für die Verzögerung.

Biergarten und Außenterrasse in Planung

Die erste Idee, den Pavillon wiederzubeleben, stammt aus dem Jahr 2014. Den ursprünglichen Bauantrag musste Dötsch in Absprache mit der Verwaltung allerdings an einigen Stellen ändern. Die Obere Denkmalschutzbehörde der Bezirksregierung Köln hatte 2016 Bedenken gegen eine Alpengastronomie angemeldet, weil ihr die Pläne zu weit gingen. Der Gesamteindruck des Pavillons müsse nachvollziehbar bleiben, forderten die Denkmalexperten. Die Stadt hatte zudem ein Lärmschutzgutachten, konkrete Angaben zu An- und Abfahrtsverkehr der Besucher und für den Lieferverkehr sowie zu möglichen Veranstaltungen gefordert.

Dötsch plant neben der Sanierung des achteckigen Pavillons auch einen Biergarten mit Blick zum Johanniter-Viertel und eine Außenterrasse mit Blick zum Rheinauensee. In den Pavillon müssen eine neue Küche, ein Wirtschaftsraum sowie die WC-Anlagen für Gäste und Mitarbeiter eingebaut werden. Den Gastraum will er erweitern, um Platz für etwa 165 Gäste zu gewinnen. Ebenfalls 165 Plätze sollen in den Außenbereichen entstehen. Die Fassade des achteckigen Weinpavillons bleibt erhalten, die Erweiterung bekommt große Glasfenster, um einen schönen Ausblick zu ermöglichen. Das Ambiente soll eine alpenländische Atmosphäre verströmen.

„Es wird aber keine Almhütte, wie es immer fälschlich behauptet wird“, stellt Dötsch klar. Allerdings solle das gastronomische Angebot schon eine alpine Note haben. „Bei den Speisen und Getränken werden wir denselben qualitativ hohen Anspruch erheben wie im Rheinauen-Restaurant.“ Auch sollen keine fossilen Brennstoffe verwendet werden, denn „wir wollen den Pavillon so naturnah wie möglich betreiben“. Laufe alles planmäßig, könne er voraussichtlich im Sommer 2020 eröffnen – ein Jahr später als geplant. „Aber noch rechtzeitig im Beethoven-Jubiläumsjahr“, sagt Dötsch und schmunzelt.

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