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Radweg am Endenicher Ei: Offene Kabel, scharfe Drähte

Radweg am Endenicher Ei : Offene Kabel, scharfe Drähte

Der Radweg auf dem Endenicher Ei ist nach einem Unfall gefährlich geworden. Weder Stadt noch Landesbetrieb NRW fühlen sich zuständig.

Wer ist denn nun wirklich zuständig? Die Stadt oder der Landesbetrieb Straßen NRW? Bei einem seit einem Unfall defekten Geländer auf dem Endenicher Ei schieben sich beide den Schwarzen Peter zu. Dabei ist die Stelle für Radfahrer gar nicht mal so ungefährlich.

Aufgefallen ist sie GA-Leser und Fahrlehrer Manfred Moll. Er macht darauf aufmerksam, dass Stromkabel offen liegen, scharfe Drähte zu sehen sind und Beton ausgebrochen ist. Besonders gefährlich werde es dann, wenn sich Radfahrer auf dem schmalen Weg begegnen. Das komme recht häufig vor, so Moll. Die Stelle befindet sich von Bonn kommend auf dem Kreisel direkt hinter der Auffahrt zur A 565 in Richtung Nordbrücke.

Kompetenzgerangel zwischen Stadt und Straßen NRW

Moll schöpfte Hoffnung, als Straßen NRW dort eine Leitplanke austauschte: Da hätte man auch gleich die „vor mindestens fünf Jahren“ beschädigte Mauer mit reparieren können. „Da dieser Unfall garantiert durch die Polizei festgehalten wurde, frage ich mich, wo das Geld der Versicherung, die ja den Schaden beglichen hat, geblieben ist?“

Die Stadt hat nach Auskunft aus dem Presseamt abgewinkt, das sei ein Fall für Straßen NRW. Dort hieß es: nein, für die Stadt. Sprecher Norbert Cleve verweist dabei auf das Fernstraßengesetz. Das Endenicher Ei bestehe im Grunde aus zwei runden Brücken. Unterhalb der Fahrbahn sei seine Behörde für die Unterhaltung zuständig. Auch für die Außengeländer und die Geländer im Innenkreis. Um die am Radweg zur Fahrbahn hin müsse sich aber die Stadt kümmern.

„Bei einer Prüfung im Dezember 2015 haben wir den Schaden festgestellt“, sagt Cleve. Darüber sei die Autobahnmeisterei informiert worden. Die will es nun der Stadt Bonn mitteilen. Cleve denkt nicht, dass der Unfall fünf Jahre her ist. Ihm ist auch nicht bekannt, wer der Verursacher war und dass es einen Polizeibericht gibt.