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Bonner Kriminalstatistik 2015: Nur jeder zehnte Einbruch wird aufgeklärt

Bonner Kriminalstatistik 2015 : Nur jeder zehnte Einbruch wird aufgeklärt

Die registrierten Straftaten im Bereich der Bonner Polizei steigen auf 47.873 Fälle. Vor allem Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz nehmen zu.

Ein gemischtes Bild zeigt sich, wenn man einen Blick in die aktuelle Kriminalstatistik wirft, die Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa und ihr Team am Donnerstag der Öffentlichkeit präsentierten. Zwar ist die Zahl der Einbrüche erneut gesunken, auch bei Taschendiebstahl, Betrug, Handtaschenraub und Sexualdelikten verzeichnete die Polizei sinkende Fallzahlen. Demgegenüber aber stehen deutlich mehr Ladendiebstähle, mehr entwendete Navis und Airbags, mehr Körperverletzungen und mehr Überfälle auf Geschäfte.

Kriminalstatistik

Die Bonner Polizei habe gut gearbeitet, was die Einbrüche angehe, sagte Hermann-Josef Borjans vom Bund deutscher Kriminalbeamter. Dies aber gehe zu Lasten anderer Kommissariate. Daher sei es wichtig, neben guten Konzepten auch ausreichend Personal zur Verfügung zu haben.

Beim 15-Punkte-Programm der Landesregierung, mit dem Behörden personell unterstützt werden sollen, bleibe Bonn unberücksichtigt, obwohl es ein „Hotspot des Islamismus“ sei. „Man bekommt den Eindruck, dass diejenigen, die gut arbeiten, bestraft werden“, so Borjans. Besorgniserregend sei eine Zahl, die nicht genannt worden sei: 202 Mal seien Polizisten 2015 angegriffen oder ihnen sei Widerstand geleistet worden. 2014 seien es 160 Fälle gewesen. Die Respektlosigkeit und die Verrohung der Straftäter seien Warnsignale, die Polizei und Justiz ernst nehmen müssten.