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Kommentar zum Veranstaltungshallenkonzept: Nicht für die Katz'

Kommentar zum Veranstaltungshallenkonzept : Nicht für die Katz'

Viele Jahre hat die Politik auf ein Veranstaltungshallenkonzept für Bonn gewartet, jetzt liegt es vor. Unser Autor meint: Für die Katz' ist diese Bestandsaufnahme und Analyse sicher nicht.

Viele Jahre hat die Politik auf dieses Veranstaltungshallenkonzept gewartet, und man kann vortrefflich darüber streiten, ob das nicht zu lange dauerte. Bedeutende Eckpfeiler, die dieses Konzept betreffen, sind ja bereits eingeschlagen worden: Das Kongresszentrum steht, die Beethovenhalle wird saniert, die Optionen für die Zukunft des Theaters Bonn liegen auf dem Tisch.

Doch für die Katz' ist diese Bestandsaufnahme und Analyse sicher nicht. Das Gutachten zeigt schließlich zunächst einmal eines: Bonn ist nicht nur Kongresszentrum, Beethoven- und Stadthalle. Es hat eine Vielzahl größerer und kleinerer Veranstaltungsstätten, die für 200 und mehr Gäste geeignet sind. Sie zu pflegen und zu erhalten, bleibt also eine wichtige Aufgabe, um auch zukünftig gute Auslastungszahlen vorweisen zu können und Vereinen ein Forum zu bieten.

Eine besondere Betonung des Gutachtens liegt allerdings dennoch auf dem Tagungs- und Kongressgeschäft, das sehr einträglich und bedeutend ist für eine Stadt mit zahlreichen internationalen Organisationen und Bundeseinrichtungen. Darüber dürfen die politischen Entscheider allerdings nicht die Bedürfnisse der freien Veranstalter vergessen. Die Popkultur hat heute hohe Ansprüche an Bühnentechnik und gute logistische Erreichbarkeit. Diese Anforderungen sollten Verwaltung und Politik im Hinterkopf behalten, wenn sie darüber nachdenken, wie sie die Bonner Veranstaltungshallen für die Zukunft aufstellen.