Veranstalter sind zufrieden: Neues Konzept der Endenicher Kirmes kommt gut an

Veranstalter sind zufrieden : Neues Konzept der Endenicher Kirmes kommt gut an

Die Veranstalter der Endenicher Kirmes haben am Wochenende auf Livemusik und kulinarische Vielfalt gesetzt. Das neue Konzept kam bei den zahlreichen Besuchern gut an.

In der Mitte des Magdalenenplatzes stehen Sonnenschirme, darunter sind Bierzeltgarnituren platziert. Die Menschen reden, lachen und genießen ein kühles Getränk. Um den Platz herum sind Buden aufgebaut, es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Die Endenicher Kirmes, veranstaltet vom Ortsausschuss Endenich, wurde bereits zum dritten Mal in Kooperation mit Lutz Persch und seiner Eventagentur LuPe Events organisiert. Sie gehen dabei neue Wege: Die Kirmes soll gleichzeitig neu und traditionell sein. Bei den Besuchern kommt das Konzept gut an, trotz Bierbörse finden am Wochenende viele den Weg zum Magdalenenplatz.

„Das Traditionelle sind die typischen Kirmesbuden“, erklärt Renate Torno, Vorsitzende des Ortsausschusses. Man findet unter anderem ein Karussell, eine Schießbude und Entenangeln. „Das Neue ist das breite kulinarische Angebot und die Livemusik“, so Torno. Die Besucher könnten nicht nur klassisches Kirmesessen wie Currywurst genießen, sondern auch Käsespätzle oder Gyros probieren. „Man spricht so alle Leute an“, erläutert Lutz Persch. Auch die Musik habe man so gewählt, das möglichst viele Geschmäcker bedient werden: Neben Blasmusik und Schlager gibt es auch Rock.

Jedes Jahr entwickelt sich das Konzept der Kirmes weiter. So war in diesem Jahr zum ersten Mal ein Biergarten mit Bedienung aufgebaut. „Es ist angenehmer, wenn man bedient wird, dann trinken die Leute auch mehr“, sagt Torno. Die Schirme haben auch den praktischen Nutzen, die Gäste vor dem einen oder anderen Gewitterschauer zu schützen, der am Wochenende niederging.

Den Besuchern gefällt das neue Konzept offensichtlich: „Die Endenicher Kirmes macht vieles richtig, was etwa die Duisdorfer Kirmes falsch macht“, findet Richard Schöneseiffen aus Duisdorf. „Hier steht die Nähe zu den Menschen im Vordergrund.“ Durch das breite kulinarische Angebot und die Sitzmöglichkeiten im Biergarten könne man gut mit Leuten ins Gespräch kommen. „In Endenich wird das umgesetzt, was eine Kirmes ausmacht: Das Dorf und seine Umgebung sollen zusammenkommen.“ Auch Sabrina aus Endenich, die mit ihrem dreijährigen Sohn Benjamin die Kirmes besucht, schätzt die entspannte Atmosphäre: „Man kann gut mit der Familie kommen.“ Sie sehe es als großen Vorteil, dass es nicht so überfüllt sei wie etwa auf Pützchens Markt. Das Mitbringen eines Kinderwagens stelle kein Problem dar. „Hier kann man sich auch viel leichter mit Leuten treffen.“

Renate Torno ist zufrieden mit dem Verlauf. Für sie war schon der Freitagabend ein voller Erfolg: „Alle Generationen waren da, die Leute haben getanzt.“ Sie freue sich besonders, dass auch viele junge Leute die Kirmes besucht haben. Vor der Kooperation mit Persch waren die Besucherzahlen der Kirmes rückläufig. „Es gibt viele Angebote innerhalb der Stadt, es ist immer schwieriger, Leute für eine Kirmes im herkömmlichen Sinne zu gewinnen.“ Auch Persch freut sich, dass das neue Konzept von den Besuchern angenommen wird: „Wenn viele Menschen kommen, ist es die Belohnung für die harte Arbeit im Vorfeld.“

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