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Bahnsteigbau in Dransdorf: Neuer Zugang zum Bahnsteig nimmt Form an

Bahnsteigbau in Dransdorf : Neuer Zugang zum Bahnsteig nimmt Form an

Die Anwohner des Bendenwegs müssen derzeit mit Lärm und Sperrungen leben. Der Umbau soll Ende Juni abgeschlossen sein.

Bagger graben auf der Straße, die neuen Rampen sind schon zu sehen: Am Bendenweg wird kräftig gearbeitet, damit die Stadtbahnhaltestelle der Linie 18 bald barrierefrei wird. Für die Anwohner bedeutet das allerdings auch Lärm und weitere Unannehmlichkeiten.

„Wir wussten nicht, dass die Straße gesperrt wird. Das geht jetzt schon über eine Woche so“, sagt Anwohnerin Karin Ermert. „Lärm und Schmutz nimmt man in Kauf, wenn man richtig informiert wird.“ Drei Anwohner kämen derzeit nicht mit dem Auto in ihre Einfahrt. Im November habe es eine Benachrichtigung zu den Bauarbeiten gegeben. Doch Ermert hätte da noch mehr erwartet: „Warum hat man sich nicht an einen Tisch gesetzt?“

Wie berichtet, ist die Haltestelle derzeit nur über eine steile Brücke zu erreichen. Später wird es einen direkten Zugang vom Bendenweg aus geben. Damit auch die Fußgänger von der anderen Seite der Gleise zum Bahnsteig kommen, wird auch ein Übergang mit Schranken gebaut. Wie die Stadt mitteilt, sind die Rampen und Treppen an der Haltestelle schon fertig.

Verwaltung im Gespräch mit Anwohnern

„Zurzeit erfolgen Arbeiten am Pflaster“, teilt Tiefbauamtsleiter Peter Esch mit. Von der Robert-Kirchhoff-Straße aus wird der Bendenweg derzeit bis Haus 101 zur Sackgasse. Die Einschränkungen gelten laut Stadt bis zum Rohbauende im April. Weil Material angeliefert wird, könne es zu kurzzeitigen Behinderungen kommen, sodass Grundstücke und Garagen zum Teil zwischendurch schlecht zu erreichen seien. Dazu sei die Verwaltung mit Anwohnern im Gespräch. Wenn jemand ganz dringend durch müsse, solle er sich melden. Dann sei das eigentlich immer machbar.

In den nächsten Wochen wird der Zugang am Weg Auf der Koppel noch asphaltiert. Dann kommen die technischen Anlagen wie Schranken und Beleuchtung. Ende Juni soll alles fertig sein. Es wird laut Esch nicht teurer als die veranschlagten 1,2 Millionen Euro.

Karin Ermert sorgt sich nun, dass später das Schrankensignal die Ruhe stören könnte. Die Stadt bestätigt, dass es schon allein wegen der Barrierefreiheit akustische und optische Signale geben werde. Die Töne würden aber – wie auch woanders in der Stadt – an den Geräuschpegel in der Umgebung angepasst, um niemanden zu stören.