Oper: Neue Regie für Hausbar

Oper : Neue Regie für Hausbar

Das Hin und Her in der Hausbar der Oper ist beendet: Hotelier Stefan Menniken und Gastronom Ilhan Günay haben von der Stadt Bonn den Zuschlag bekommen, künftig den Betrieb zu führen. Zum 1. August übernehmen die neuen Pächter nicht nur die Bar, sondern auch die Kantinen von Oper und Halle Beuel sowie das Pausenbuffet in der Schauspielhalle.

"Es ist eine große Nummer", sagte Günay am Montag dem GA. Dass ihr Konzept überzeugte, freut die neuen Betreiber auch vor dem Hintergrund, dass "einige namhafte Bewerber" mit im Rennen waren.

Entstanden ist die Partnerschaft aus guter Nachbarschaft. Ilhan Günay (32) ist seit neun Jahren Inhaber des brasilianischen Restaurants Limão an der Moltkestraße in Bad Godesberg und bewirtet auch die Gäste des benachbarten Best Western Hotels Kaiserhof.

Dessen Betreiber Stefan Menniken (35) ist der Mann für die Zahlen im neuen Gastro-Team. Menniken führt auch das Hotel Continental am Bonner Hauptbahnhof und das Best Western Domicil an der Thomas-Mann-Straße. Nach der öffentlichen Ausschreibung der Hausbar hatten Günay und Menniken gemeinsam ein Konzept entwickelt.

Die neuen Pächter wollen die Öffnungszeiten der Hausbar wieder ausweiten. Die Gäste sollen schon am frühen Abend kommen können, um etwas zu essen oder zu trinken. Geplant sei laut Menniken eine "kleine, hochwertige Speisekarte". Günay setzt dabei auf Brasilianisches, um sich von den vielen Restaurants der Bonner Innenstadt abzuheben. Konkurrenz für sein Limão sieht er nicht.

Die Hausbar soll außerdem wieder Livemusik und Tanz bieten. Zurzeit laufen intensive Gespräche, um die für Mitte bis Ende August geplante Neueröffnung vorzubereiten. Die Namensfrage ist dabei noch offen. "Wir streben an, dass der Name Hausbar bleibt", berichtete Menniken. "Wenn man nach Feierabend in Bonn weggeht, dann geht man in die Hausbar", sagte Günay, bezogen auf die Sternstunden der Hausbar, die in den vergangenen Monaten allerdings Schließung, Betreiberwechsel und Vandalismus erlebt hat.

Mit etwa 20 Mitarbeitern, "Tendenz steigend", will das Duo das gastronomische Gesamtpaket in beiden Häusern stemmen. Die Mitarbeiter von Oper und Schauspiel können sich übrigens ebenfalls auf etwas Exotik auf dem Teller freuen. Donnerstags soll es in den Kantinen einen brasilianischen Tag geben.

Zum WM-Halbfinale Deutschland-Brasilien heute Abend sagt Ilhan Günay: "Mein Herz tickt für beide. Mit den Brasilianern habe ich geschäftlich viel erreicht, aber hier bin ich geboren und aufgewachsen." Als typisches Gericht aus Brasilien empfiehlt er Bobó de camarão, das sind Garnelen in Kokosmilch und Maniokcreme.

Rezept: Bobó de camarão

Gerson Elias Franco, Chefkoch im Limão, tischt zur WM folgendes

brasilianisches Rezept auf:

Bobó de camarão (Garnelen in

Kokosmilch und Maniokcreme)

Zutaten (für 4 Personen):

1 kg Garnelen mit Schale

Salz und Pfeffer (nach Belieben)

2 EL frischer Koriander

Saft einer Limone

2 mittelgroße Zwiebeln (geriebene)

4 EL Öl

2 Lorbeerblätter

1 rote Paprika gehackt

6 Tomaten (Tomaten überbrühen, abziehen, entkernen und würfeln)

500 Kilo Maniok

250 ml Kokosmilch

4 EL Dendéöl

1 rote Chilischote

1 Liter Fond aus Garnelenschalen

Zubereitung:

Die geschälten Garnelen (Achtung, Darm vorher entfernen) mit Limone, Pfeffer, Salz, Koriander und Zwiebeln marinieren. Die Schalen der Garnelen mit Lorbeerblättern in einem Liter Wasser etwa 25 Minuten auskochen. Abgießen. Die Maniok schälen, in der Mitte durchschneiden und jedes Stück nochmal längs in vier Stücke teilen. Dabei die feste Faser in der Mitte der Wurzel entfernen. In dem Fond rund 25 Minuten kochen, bis sie weich werden, Kokosmilch dazugeben und mit einem Mixer zu einer cremigen Konsistenz pürieren.

Paprikawürfel in Öl vier Minuten glasieren. Die Garnelen hinzufügen, leicht anbraten lassen und Tomaten dazugeben. Dann die cremige Maniok-Kokos Mischung, gehackte Chilischote und Dendéöl hinzufügen und etwa zehn Minuten köcheln lassen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Dazu schmeckt Reis.

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