Barrierefreiheit in Bonn: Neue Rampe der Haltestelle in Buschdorf ist im Bau

Barrierefreiheit in Bonn : Neue Rampe der Haltestelle in Buschdorf ist im Bau

Die Arbeiten für den barrierefreien Umbau der Buschdorfer Haltestelle schreiten voran. Neu sind Ideen für eine Verlängerung bis in die Ortsmitte von Buschdorf.

An der Bahnhaltestelle Buschdorf schreiten die Umbauarbeiten zum barrierefreien Ausbau voran. Bei laufendem Fahrbetrieb hat im Januar dieses Jahres der erste Bauabschnitt begonnen, der nach Angaben der Stadtwerke Bus und Bahn und der Stadt 15 Monate in Anspruch nehmen wird und im Zeitplan liegt. SWB-Sprecherin Veronika John teilte mit, dass zunächst die Rampenanlage am Bahnsteig in Fahrtrichtung Köln dran sei sowie die dortige Treppe zur Anna-Schubring-Straße als zusätzlicher Zubringer. Aktuell werde die Arbeitsebene für das Einbringen der Spundwände aufgebaut, die die Rampe mittragen werden. In der kommenden Woche würden die Arbeiter neue Fahrleistungsmasten installieren, sagte John.

Auf der anderen, westlichen Seite gen Bonner Innenstadt soll ein Aufzug entstehen. Der Zugang wird über eine Fußgängerbrücke erfolgen. Die bestehenden, maroden Treppen aus Stahlbeton werden die SWB abreißen und durch neue ersetzen lassen. Die Bahnsteige selbst sind bereits barrierefrei ausgebaut.

Damit befindet sich nun im Werden, was viele Buschdorfer zeitweise nicht mehr für möglich gehalten hatten, nachdem es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen gekommen war. Mal rutschte das Projekt, das mit anderen sanierungsbedürftigen Haltepunkten konkurrieren musste, auf der Prioritätenliste nach unten. Ein anderes Mal kam es zu Widerständen durch direkte Anwohner wegen der zusätzlichen Treppe. Die Stadtverordneten Georg Schäfer (CDU) und Werner Hümmrich (FDP), beide Buschdorfer, haben sich für den Umbau eingesetzt und sind froh, dass es vorangeht an der Schicksgasse. Hümmrich hatte die in der Politik mehrheitsfähige Idee vorgebracht, die Kosten von insgesamt 6,9 Millionen Euro vorzufinanzieren, bevor die Kostenzusage des Zuschussgebers Zweckverband Nahverkehr Rheinland vorlag.

Der Ratsbeschluss, gegen den nur der Bürger Bund Bonn stimmte, ist allerdings förderunschädlich. Die Stadt geht davon aus, dass 90 Prozent der Investition der Zweckverband übernimmt. Für Schäfer ist die barrierefreie Haltestelle für Buschdorf, in dem auch viele Senioren leben, „ein Meilenstein“. Beide Ratsherren betonen die Bedeutung „angesichts der erfolgten europaweiten Ausschreibung des Baugebiets Rosenfeld direkt nebenan“. Sie wollen sich zudem dafür einsetzen, eine Verlängerung der Linie 63 bis in die Ortsmitte voranzubringen. Diese Idee hat bereits als eine Option (neben einer Verlängerung der Trasse für die Straßenbahn 61 über Auerberg hinaus) Eingang in den ÖPNV-Bedarfsplan gefunden. Von Bonn aus gesehen könnte hinter der Buschdorfer Burg in einer Kurve ein Gleis verlegt werden, das auf eine stillgelegte Wirtschaftstrasse der Häfen und Güterverkehr Köln AG (NGK) zuführt (siehe Grafik) und drei bis vier Haltestellen bis zum Nordfriedhof anfahren, um auch das Neubaugebiet „Am Apfelgarten“ zu erschließen. Der Stadtverordnete Jürgen Wehlus (CDU) aus Auerberg hatte in seiner Fraktion angeregt, am Nordfriedhof einen Park & Ride-Parkplatz einzurichten.

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