Neues EU-Naturschutzprojekt: Nasse Füße für die Bonner Eichen im Kottenforst

Neues EU-Naturschutzprojekt : Nasse Füße für die Bonner Eichen im Kottenforst

Spatenstich im Kottenforst: Horst Becker (2. von links), Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, gab am Mittwoch in Bonn den Startschuss für ein neues EU-Naturschutzprojekt.

Unter dem Arbeitstitel "Villewälder - Wald und Wasserwelten" werden bis 2019 die Eichenwälder zwischen Bonn und Brühl auf den klimawandelbedingten Temperaturanstieg vorbereitet. An bis zu 2500 Stellen werden die Entwässerungskanäle im Kottenforst mit Naturmaterial verpfropft, damit die für das Gedeihen der Eichen so wichtige Nässe im Waldboden versickern kann.

"Die Eiche ist aus forstlicher Sicht das Sorgenkind in NRW. 50 Prozent der Eichen weisen derzeit Schäden wegen zu trockener Böden auf", sagte Becker. Der Landesbetrieb Wald und Holz hatte sich mit Unterstützung der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft bei der Europäischen Kommission mit diesem Projekt beworben. Die EU bewilligte jetzt die Hälfte der 3,3 Millionen Euro aus dem Projekttopf "Life+", die zweite Hälfte steuert das Land bei.

Das "Life+"-Programm fördert Naturschutzprojekte von europaweiter Bedeutung. "Diesen Zuschlag von der EU zu erhalten, werten wir als Anerkennung für unsere naturschutzfachliche Arbeit", sagte Andreas Wiebe (links), Chef des Landesbetriebs Wald und Holz. Ausführlicher Bericht über das Projekt in der morgigen Ausgabe.

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