Bonner Stiftungsforum: Nachfolge von Stiftungsorganen in Bonn

Bonner Stiftungsforum : Nachfolge von Stiftungsorganen in Bonn

Das Stiftungsforum des Vereins für Bonner Stiftungen packte am Mittwochnachmittag ein wichtiges Thema an: die Nachfolge in Stiftungsorganen.

Aus der Statistik: 50 Prozent der Stifter der vergangenen zehn Jahre waren 65 Jahre oder älter. Zwei Drittel der Stifter engagieren sich im Vorstand. „Wenn man Stiftungen errichtet, dann geht es im Kern zunächst um die eigene Nachfolge“, sagte Hüttemann. An die Stelle eines Menschen werde ein rechtlicher Nachfolger gesetzt – eine Stiftung. Damit diese langfristig aktiv und kreativ bleibt, hilft die Satzung alleine nicht weiter.

Hüttemann rät: „Wer eine Institution errichtet, der kann das Zeitthema nicht ausblenden. Sie verschieben das Nachfolgeproblem sonst auf die Nachfolge im Vorstand.“ Stifterinnen und Stifter seien besonders gefordert, denn sie müssten die nötigen Freiräume früh eröffnen. „Der dauerhafte Erfolg und das Überleben einer Stiftung hängen auch von der Attraktivität der Stiftungsidee ab“, so der Professor. Wer ein Thema spannend finde, sei eher bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Das Thema Nachfolge beschäftigt aktuell auch Christel Zachert, Gründerin der Isabel-Zachert-Stiftung, die sich mit viel persönlichem Einsatz für krebskranke Kinder stark macht. In drei Jahren wird sie 80 und will dann den Vorsitz abgeben. „Ihr Beispiel zeigt, wie eine Stiftung von der Stifterin lebt. Das ist in dieser Form von einer anderen Person nicht fortzuführen“, sagte K. Jan Schiffer, Vorsitzender der Vereins für Bonner Stiftungen.

Wer seine Stiftung unter einem größeren Dach wie dem der Bürgerstiftung Bonn platziert, weiß nicht nur die Verwaltung gesichert. Geschäftsführer Jürgen Reske bringt auch Menschen zusammen. So hat Klaus-Dieter Tenhoff, Initiator des Stiftungsfonds „Zukunft durch Bildung“, Unterstützer gefunden. Er ist froh, dass er darauf verzichtet hat, seinen Fonds nach seiner verstorbenen Frau zu benennen: „Der allgemeine Name öffnet die Stiftung für die Zukunft. Kinder und Bildung, das geht immer.“

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